Veröffentlicht: 03. August 2026 · Zuletzt aktualisiert: 03. August 2026 Autor: S. Fiedler
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.
Aktienindex-CFD-Handel: DAX, Dow Jones, Nasdaq & Co. mit CFDs traden
Kurzüberblick
Aktienindex-CFDs ermöglichen es privaten Tradern, auf die Kursbewegung ganzer Aktienindizes zu spekulieren. Gehandelt wird dabei nicht der Index selbst und auch kein ETF, sondern ein Differenzkontrakt auf die Kursbewegung eines Index oder Index-Futures.
Typische Basiswerte sind zum Beispiel DAX, Dow Jones, Nasdaq 100, S&P 500, Euro Stoxx 50, FTSE 100, CAC 40, Nikkei 225 oder Hang Seng. Einige Broker bieten zusätzlich auch Index-CFDs auf weniger beachtete Märkte wie Italien, Österreich, Spanien, Polen oder Volatilitätsindizes wie den VIX an.
Der Vorteil für Trader liegt in der einfachen Umsetzung: Mit einem einzigen Instrument kann auf steigende oder fallende Bewegungen eines ganzen Aktienmarktes gesetzt werden. Gleichzeitig sind Index-CFDs gehebelte Produkte. Schon normale Tagesschwankungen von einigen hundert Punkten in DAX, Dow Jones oder Nasdaq können bei zu großer Positionsgröße erhebliche Gewinne oder Verluste verursachen.
Die wichtigste Erkenntnis lautet deshalb:
Nicht der Index allein entscheidet über das Risiko, sondern vor allem Positionsgröße, Hebel, Stop-Loss, Volatilität und Handelszeit.
Was ist ein Aktienindex-CFD?
Ein Aktienindex zeigt die Wertentwicklung einer Gruppe von Aktien. Der DAX bildet beispielsweise große deutsche Aktien ab. Der Dow Jones Industrial Average enthält 30 große US-Standardwerte. Der Nasdaq 100 ist stark technologie- und wachstumsorientiert. Der S&P 500 bildet einen breiten Ausschnitt des US-Aktienmarktes ab.
Ein Aktienindex-CFD ist ein Differenzkontrakt auf die Bewegung eines solchen Index. Der Trader besitzt dabei nicht die Aktien im Index. Er spekuliert lediglich auf die Kursveränderung.
Beispiel:
Ein Trader kauft einen CFD auf den Nasdaq 100. Steigt der Nasdaq 100, gewinnt die Long-Position an Wert. Fällt der Nasdaq 100, entsteht ein Verlust.
Umgekehrt kann ein Trader einen Index-CFD auch verkaufen und damit auf fallende Kurse setzen.
Index-CFD ist nicht dasselbe wie ein ETF
Ein wichtiger Unterschied:
Ein ETF auf den DAX, S&P 500 oder MSCI World ist ein Fondsprodukt. Es wird häufig für langfristigen Vermögensaufbau genutzt. Ein Index-CFD ist dagegen ein gehebeltes Derivat für Trading.
Beide Produkte können sich auf ähnliche Märkte beziehen, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.
| Merkmal | Index-CFD | Index-ETF |
|---|---|---|
| Produktart | Derivat / Differenzkontrakt | Fonds / ETF |
| Ziel | kurzfristiges Trading, Long/Short, Hebel | langfristiger Vermögensaufbau |
| Hebel | ja, Margin-Handel | normalerweise nein |
| Besitz der Aktien | nein | je nach ETF-Struktur indirektes Fondsvermögen |
| Risiko | hohes Hebel- und Margin-Risiko | Marktrisiko, aber meist ohne CFD-Hebel |
| Haltedauer | oft intraday bis mehrere Tage | häufig langfristig |
Wer einen Aktienindex langfristig abbilden möchte, ist häufig eher bei ETFs. Wer kurzfristige Bewegungen traden möchte, kann Index-CFDs nutzen, muss aber das Hebelrisiko verstehen.
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Warum Aktienindex-CFDs für Trader interessant sind
Index-CFDs sind bei vielen Tradern beliebt, weil sie mehrere Eigenschaften verbinden:
- einfache Abbildung ganzer Aktienmärkte,
- Long- und Short-Trading möglich,
- meist hohe Liquidität bei großen Indizes,
- klare Handelszeiten und aktive Marktphasen,
- kleine Positionsgrößen je nach Broker möglich,
- starke Bewegungen in volatilen Marktphasen,
- direkte Reaktion auf Konjunkturdaten, Zinserwartungen und Unternehmensnachrichten.
Gerade DAX, Dow Jones, Nasdaq 100 und S&P 500 reagieren häufig stark auf US-Wirtschaftsdaten, Zinsentscheidungen, Inflationszahlen, Arbeitsmarktdaten, Notenbankkommentare und Unternehmensberichte großer Technologiewerte.
Das macht Index-CFDs für Daytrading, Swing Trading und kurzfristige Marktmeinungen interessant. Es erhöht aber auch die Anforderungen an Risikomanagement.
Punktwert: Warum die Positionsgröße entscheidend ist
Bei Index-CFDs wird häufig in Punkten gerechnet.
Beispiel:
Der DAX steigt von 18.000 auf 18.100 Punkte. Das sind 100 Punkte Bewegung.
Wie stark sich diese Bewegung auf das Konto auswirkt, hängt vom Punktwert ab.
| Positionsgröße | Wert pro Indexpunkt | Bewegung 100 Punkte | Bewegung 500 Punkte |
|---|---|---|---|
| 0,10 € pro Punkt | 0,10 € | 10 € | 50 € |
| 0,50 € pro Punkt | 0,50 € | 50 € | 250 € |
| 1,00 € pro Punkt | 1,00 € | 100 € | 500 € |
| 5,00 € pro Punkt | 5,00 € | 500 € |
Diese Tabelle zeigt den Kern des Index-CFD-Handels:
Eine Bewegung von 300 oder 500 Punkten ist bei großen Indizes nicht automatisch extrem. Bei kleiner Positionsgröße kann sie handhabbar sein. Bei großer Positionsgröße kann sie ein Konto stark belasten oder ruinieren.
Deshalb sollte die Frage nie lauten:
Wie viel kann ich maximal handeln?
Sondern:
Wie viel verliere ich, wenn der Index 100, 300 oder 500 Punkte gegen mich läuft?
Margin und Hebel bei Index-CFDs
Index-CFDs werden auf Margin gehandelt. Der Trader muss also nur eine Sicherheitsleistung hinterlegen, bewegt aber eine größere Position.
Für europäische Privatkunden gelten regulatorische Hebelbegrenzungen. Die ESMA nennt für CFDs unter anderem 20:1 für große Indizes und 10:1 für kleinere Aktienindizes; außerdem gehören Margin-Close-out-Regeln, negativer Kontoschutz und standardisierte Risikohinweise zu den Schutzmaßnahmen.
Vereinfacht bedeutet das:
| Index-Kategorie | Maximaler Hebel für Privatkunden | Erforderliche Margin |
|---|---|---|
| Große Hauptindizes | bis 1:20 | ca. 5 % |
| Kleinere Aktienindizes | bis 1:10 | ca. 10 % |
| Einzelaktien-CFDs | bis 1:5 | ca. 20 % |
Wichtig: Die Margin ist nicht das eigentliche Risiko. Sie zeigt nur, wie viel Sicherheitsleistung für die Position benötigt wird. Das eigentliche Risiko entsteht durch Kursbewegung, Punktwert, Stop-Loss-Abstand, Slippage und Positionsgröße.
Beispiel: DAX-CFD mit 0,10 € pro Punkt
Angenommen, ein Trader handelt den DAX mit 0,10 Euro pro Punkt.
Der DAX steht bei 18.000 Punkten.
Der rechnerische Positionswert beträgt:
18.000 Punkte × 0,10 € = 1.800 €
Bei 5 Prozent Margin müsste der Trader ungefähr 90 Euro Sicherheitsleistung hinterlegen.
Das klingt wenig. Aber die Margin ist nicht der mögliche Verlust.
Wenn der DAX 300 Punkte gegen die Position läuft, beträgt der Verlust:
300 Punkte × 0,10 € = 30 €
Bei 1 Euro pro Punkt wären es dagegen bereits 300 Euro.
Bei 5 Euro pro Punkt wären es 1.500 Euro.
Der Index ist derselbe. Die Marktbewegung ist dieselbe. Das Risiko ist völlig unterschiedlich.
Warum kleinere Positionsgrößen für Swing Trading wichtig sind
Viele Trader denken bei Index-CFDs zuerst an Daytrading. Indizes lassen sich aber auch über mehrere Tage handeln, wenn Positionsgröße und Risiko klein genug gewählt werden.
Swing Trading mit Index-CFDs kann interessant sein, wenn ein Trader größere Marktbewegungen handeln möchte, zum Beispiel:
- Erholung nach einer Korrektur,
- Pullback an eine wichtige Unterstützungszone,
- Ausbruch über ein altes Hoch,
- Reaktion auf Zinserwartungen,
- technische Gegenbewegung nach starkem Abverkauf,
- Trendfortsetzung im Tages- oder 4-Stunden-Chart.
Der Vorteil kleiner Positionsgrößen liegt darin, dass größere Stop-Loss-Abstände überhaupt erst möglich werden.
Wer den Nasdaq 100 mit 5 Euro pro Punkt handelt, kann eine normale Schwankung von 300 Punkten kaum aushalten. Wer dagegen mit 0,10 Euro pro Punkt handelt, kann denselben Markt viel ruhiger analysieren.
Das bedeutet nicht, dass kleine Positionsgrößen risikofrei wären. Sie geben nur mehr Spielraum, damit ein Trade nicht allein durch normale Marktschwankungen aus dem Markt gedrückt wird.
Tagesschwankungen: 100 Punkte sind nicht immer viel
Bei hohen Indexständen wirken absolute Punktbewegungen schnell dramatisch. Ein DAX-Move von 300 Punkten oder ein Nasdaq-Move von mehreren hundert Punkten klingt groß. Entscheidend ist aber auch die prozentuale Bewegung.
Beispiel:
- 300 Punkte bei einem DAX von 18.000 entsprechen etwa 1,7 Prozent.
- 300 Punkte bei einem Nasdaq 100 von 20.000 entsprechen etwa 1,5 Prozent.
- 500 Punkte bei einem Dow Jones von 40.000 entsprechen etwa 1,25 Prozent.
Solche Bewegungen können an volatilen Tagen vorkommen. Für Trader ergeben sich daraus Chancen, weil größere Bewegungen handelbare Setups erzeugen können. Gleichzeitig steigt das Risiko, weil Stops weiter entfernt liegen müssen, Gegenbewegungen heftiger ausfallen und Slippage möglich ist.
Die richtige Schlussfolgerung lautet nicht: „Mehr Volatilität ist automatisch gut.“
Besser ist:
Mehr Volatilität bietet mehr Bewegung, verlangt aber kleinere Positionsgrößen und konsequenteres Risikomanagement.
Wichtige Aktienindizes für CFD-Trader
Index-CFDs gibt es auf viele internationale Aktienmärkte. Nicht jeder Broker bietet jeden Index an, und die Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Plattform. Trotzdem lassen sich die wichtigsten Märkte grob einteilen.
US-Indizes
| Index | Markt | Einordnung |
|---|---|---|
| Dow Jones Industrial Average | USA | 30 große US-Standardwerte |
| S&P 500 | USA | breiter US-Aktienmarkt |
| Nasdaq 100 | USA | große Nasdaq-Werte, stark technologiegeprägt |
| Russell 2000 | USA | kleinere US-Unternehmen |
| VIX | USA |
Der VIX ist kein Aktienindex im klassischen Sinn. Er misst die vom Optionsmarkt erwartete Schwankung des S&P 500 über etwa 30 Tage. Cboe beschreibt den VIX als Maß für die erwartete 30-Tage-Volatilität des US-Aktienmarktes, abgeleitet aus S&P-500-Optionspreisen.
Europäische Indizes
| Index | Markt | Einordnung |
|---|---|---|
| DAX / Germany 40 | Deutschland | deutsche Standardwerte |
| MDAX | Deutschland | mittelgroße deutsche Unternehmen |
| Euro Stoxx 50 | Eurozone | große Unternehmen der Eurozone |
| CAC 40 / France 40 | Frankreich | französische Standardwerte |
| FTSE 100 / UK 100 | Großbritannien | große britische Unternehmen |
| IBEX 35 / Spain 35 | Spanien | spanische Standardwerte |
| FTSE MIB / Italy 40 | Italien | italienische Standardwerte |
| ATX / Austria 20 | Österreich | österreichische Standardwerte |
| SMI / Switzerland 20 | Schweiz | große Schweizer Aktien |
| AEX / Netherlands 25 | Niederlande | niederländische Standardwerte |
| WIG20 / Poland 20 | Polen | große polnische Aktien |
Gerade weniger beachtete europäische Indizes wie Italy 40, Austria 20, Spain 35 oder Poland 20 können interessant sein, wenn ein Trader nicht nur DAX und US-Indizes beobachten möchte. Allerdings sind Spreads, Handelszeiten, Liquidität und Nachrichtenlage hier besonders wichtig.
Asiatische und australische Indizes
| Index | Markt | Einordnung |
|---|---|---|
| Nikkei 225 / Japan 225 | Japan | große japanische Aktien |
| Hang Seng / Hong Kong | Hongkong | große Unternehmen aus Hongkong/China-Bezug |
| China A50 / China 50 | China | große chinesische Aktien |
| Kospi 200 | Südkorea | große südkoreanische Aktien |
| ASX 200 / Australia 200 | Australien | australische Standardwerte |
Asiatische Indizes können besonders für Trader interessant sein, die auch außerhalb der europäischen und US-Handelszeiten aktiv sind. Japanische, australische oder Hongkonger Indizes reagieren stärker auf regionale Daten, China-Nachrichten, Währungsbewegungen und asiatische Risikostimmung.
Index-CFDs vs. einzelne Aktien-CFDs
Index-CFDs unterscheiden sich deutlich von CFDs auf einzelne Aktien.
Ein Index bündelt viele Unternehmen. Dadurch entfällt das reine Einzelaktienrisiko eines bestimmten Unternehmens. Eine Gewinnwarnung bei einer einzelnen Aktie kann den Index zwar belasten, aber meistens nicht so stark wie die Einzelaktie selbst.
Bei Aktien-CFDs wirken dagegen unternehmensspezifische Faktoren stärker:
- Quartalszahlen,
- Gewinnwarnungen,
- Analystenratings,
- Managementwechsel,
- Dividenden,
- Übernahmen,
- Bilanzrisiken,
- Einzelnews.
Index-CFDs sind daher oft makro- und marktgetriebener. Aktien-CFDs sind stärker unternehmensgetrieben.
Das heißt nicht, dass Index-CFDs ungefährlich sind. Es bedeutet nur, dass die Art des Risikos anders ist.
Welche Strategien werden bei Index-CFDs genutzt?
Index-CFDs können mit unterschiedlichen Handelsansätzen genutzt werden.
Daytrading
Beim Daytrading werden Positionen meist innerhalb eines Handelstages eröffnet und geschlossen. Besonders relevant sind:
- Börseneröffnungen,
- US-Kassa-Session,
- Wirtschaftsdaten,
- Trendtage,
- Unterstützungen und Widerstände,
- gleitende Durchschnitte,
- Breakouts,
- Pullbacks.
Scalping
Scalping zielt auf sehr kleine Bewegungen. Dabei sind Spread, Ausführung, Disziplin und Plattformstabilität besonders wichtig. Schon wenige Punkte Unterschied beim Einstieg oder Ausstieg können über Gewinn oder Verlust entscheiden.
Swing Trading
Beim Swing Trading werden Positionen über mehrere Tage gehalten. Hier werden größere Bewegungen gesucht. Typische Hilfsmittel sind:
- Tageschart,
- 4-Stunden-Chart,
- wichtige Unterstützungen,
- alte Hochs und Tiefs,
- gleitende Durchschnitte,
- Fibonacci-Zonen,
- Marktstruktur,
- Volatilitätsphasen.
Swing Trading mit Index-CFDs kann besonders dann interessant sein, wenn der Markt nach starken Bewegungen überdehnt wirkt oder wenn größere technische Marken erreicht werden. Gleichzeitig müssen Overnight-Kosten, Wochenendrisiken und Nachrichtenrisiken beachtet werden.
Wichtige Handelszeiten bei Index-CFDs
Index-CFDs können je nach Broker oft deutlich länger gehandelt werden als die jeweilige Kassa-Börse geöffnet ist. Trotzdem bleiben die Kassa-Handelszeiten wichtig.
Bei US-Indizes ist die US-Kassa-Session besonders relevant, weil dann Aktien, Optionen und institutionelle Marktteilnehmer besonders aktiv sind.
Bei deutschen und europäischen Indizes sind die europäischen Handelszeiten wichtig, vor allem der Vormittag und die Überschneidung mit den USA.
Bei asiatischen Indizes sind Nacht- und Frühzeiten für europäische Trader relevant, aber nicht jeder Index ist dann gleich liquide.
Wichtig ist:
Nur weil ein CFD handelbar ist, heißt das nicht, dass jede Uhrzeit gleich gut für den Handel geeignet ist.
Spreads, Liquidität und Bewegung können je nach Session deutlich unterschiedlich sein.
Warum Indizes stark auf Nachrichten reagieren
Aktienindizes reagieren auf viele Einflussfaktoren gleichzeitig.
Wichtige Treiber sind:
- Zinsentscheidungen,
- Inflationsdaten,
- Arbeitsmarktdaten,
- BIP-Zahlen,
- Einkaufsmanagerindizes,
- Unternehmensgewinne,
- geopolitische Ereignisse,
- Rohstoffpreise,
- Anleiherenditen,
- Währungsbewegungen,
- Risikoappetit institutioneller Anleger.
Besonders US-Indizes wie S&P 500, Nasdaq 100 und Dow Jones reagieren häufig stark auf US-Daten und Fed-Kommunikation. Der DAX reagiert zusätzlich stark auf europäische Daten, den Euro, exportabhängige Unternehmen und die Wall Street.
VIX-CFDs: Volatilität handeln, nicht Aktienmarkt direkt
Ein VIX-CFD ist kein normaler Aktienindex-CFD. Der VIX bezieht sich auf erwartete Volatilität und wird aus Optionspreisen auf den S&P 500 abgeleitet. Er wird oft als Angstbarometer bezeichnet, weil er in Stressphasen häufig steigt.
Das macht VIX-Produkte interessant, aber auch besonders anspruchsvoll.
Wichtig ist:
- Der VIX ist kein Aktienkorb.
- VIX-Produkte bilden häufig Futures-Strukturen ab.
- Rollkosten und Terminkurven können eine große Rolle spielen.
- Der VIX kann stark springen.
- Long-VIX-Produkte eignen sich nicht automatisch für langfristiges Halten.
Ein VIX-CFD sollte daher eher als Spezialinstrument verstanden werden, nicht als einfacher Ersatz für einen S&P-500-Trade.
Risiken beim Aktienindex-CFD-Handel
Index-CFDs sind spekulative Hebelprodukte. Die wichtigsten Risiken sind:
- Hebelrisiko,
- Margin-Risiko,
- Stop-Out,
- hohe Verluste bei schnellen Bewegungen,
- Slippage,
- Spread-Ausweitung,
- Overnight-Finanzierungskosten,
- Wochenend-Gaps,
- Nachrichtenrisiken,
- emotionale Fehlentscheidungen,
- Overtrading,
- Totalverlust des eingesetzten Kapitals.
Gerade bei Indizes kann es gefährlich sein, nach starken Bewegungen ohne Plan „gegenzuhalten“. Ein Nasdaq-Trendtag kann deutlich weiter laufen, als es kurzfristig vernünftig erscheint. Ein DAX-Ausbruch kann nach US-Daten plötzlich beschleunigen. Ein Dow-Jones-Reversal kann mehrere hundert Punkte in kurzer Zeit zurücklaufen.
Deshalb ist Risikomanagement wichtiger als die Marktmeinung.
Ein einfaches Kontogrößen-Beispiel
Auch bei Index-CFDs gibt es keine feste Kontogröße, ab der Handel automatisch sinnvoll ist. Trotzdem lassen sich grobe Orientierungen formulieren.
1.000 Euro Konto
Mit 1.000 Euro sollte Index-CFD-Handel nur auf Lern- oder Taschengeldbasis betrachtet werden. Kleine Punktwerte wie 0,10 Euro pro Punkt können helfen, Bewegungen zunächst kontrollierbarer zu machen.
Bei 0,10 Euro pro Punkt entspricht eine Bewegung von 300 Punkten einem Gewinn oder Verlust von 30 Euro. Das klingt überschaubar. Mehrere Fehltrades, größere Gaps oder zu viele gleichzeitige Positionen können das Konto aber trotzdem belasten.
5.000 Euro Konto
Mit 5.000 Euro kann Index-CFD-Handel etwas planbarer werden. Ein Punktwert von 0,50 Euro oder 1 Euro kann je nach Stop-Loss-Abstand möglich sein, muss aber vorsichtig kalkuliert werden.
Beispiel:
1 Euro pro Punkt und 100 Punkte Stop-Loss bedeuten 100 Euro Risiko. Das entspricht 2 Prozent eines 5.000-Euro-Kontos.
Bei 300 Punkten Stop-Loss wären es bereits 300 Euro beziehungsweise 6 Prozent.
10.000 Euro Konto
Mit 10.000 Euro hat ein Trader mehr Spielraum. Größere Teilpositionen, gestaffelte Einstiege oder Swing-Trades über mehrere Tage können eher geplant werden.
Trotzdem gilt:
Auch ein 10.000-Euro-Konto kann durch zu große Punktwerte schnell stark fallen. Wer 5 Euro pro Punkt handelt, verliert bei 300 Punkten Gegenbewegung bereits 1.500 Euro. Das wären 15 Prozent des Kontos.
Aktienindex-CFDs bei XTB handeln
XTB* ist ein Beispiel für einen Broker, über den private Trader Index-CFDs handeln können. Laut XTB umfasst das Angebot CFDs auf die wichtigsten weltweiten Indizes, darunter DAX, S&P 500, Nasdaq, FTSE 100 und WIG20. XTB bewirbt seine Index-CFD-Seite außerdem mit mehr als 20 Indexmärkten, niedrigen Spreads und Mikro-CFDs.
Zum Indexangebot gehören unter anderem große US-Indizes wie US100 auf den Nasdaq 100 und europäische Indizes wie DE40 auf den deutschen Leitindex oder EU50 auf den Euro Stoxx 50. XTB beschreibt den US100 als gehebeltes CFD-Instrument auf Futures des Nasdaq-100-Index und den EU50 als CFD auf die Wertentwicklung des Euro-Stoxx-50-Index.
Auch breitere internationale Märkte sind verfügbar. XTB führt zum Beispiel ITA40 für italienische Standardwerte, AUT20 für den österreichischen ATX und JP225 für den japanischen Nikkei 225 auf. Zusätzlich bietet XTB auch einen VIX-CFD an; dieser bezieht sich auf den Volatilitätsindex und ist daher ein spezielleres Instrument als ein klassischer Aktienindex-CFD.
Für Trader kann XTB interessant sein, wenn sie nicht nur DAX oder Nasdaq handeln möchten, sondern mehrere Regionen beobachten wollen:
- USA: US100, US500, US30,
- Deutschland: DE40,
- Europa: EU50, FRA40, SPA35, ITA40, UK100, NED25, SUI20,
- Österreich: AUT20,
- Polen: W20,
- Asien/Pazifik: JP225, HK-Indizes, China-Indizes, Australia 200,
- Volatilität: VIX.
Die konkrete Instrumentenliste, Spreads, Handelszeiten, Marginsätze und Swap-Punkte sollten immer aktuell in der XTB-Plattform oder in der Einzelaufstellung der Finanzinstrumente geprüft werden. XTB stellt dafür eine Einzelaufstellung und ein Marginverzeichnis bereit.
Wichtig ist außerdem der Risikohinweis: XTB weist selbst darauf hin, dass CFDs komplexe Instrumente sind und wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko beinhalten; aktuell verlieren 74 Prozent der Kleinanlegerkonten beim CFD-Handel mit diesem Anbieter Geld.
XTB als Kombination aus Trading und Investment
Ein zusätzlicher Punkt ist, dass XTB nicht nur CFD-Trading anbietet. Laut XTB sind in der Plattform ungefähr 7.100 echte Aktien, knapp 300 echte ETFs, ungefähr 1.900 Aktien-CFDs und weitere CFD-Instrumente verfügbar.
Das kann für Anleger interessant sein, die zwei Dinge trennen möchten:
- langfristige Investments in echte Aktien oder ETFs,
- kurzfristiges Trading über CFDs auf Indizes, Forex, Rohstoffe oder andere Märkte.
Diese Trennung ist wichtig. Ein ETF-Sparplan auf einen Aktienindex ist etwas anderes als ein gehebelter CFD-Trade auf denselben Markt.
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CFDs sind komplexe Instrumente und wegen der Hebelwirkung mit einem hohen Risiko verbunden. Prüfen Sie vor dem Handel, ob Sie die Funktionsweise, Margin, Stop-Out-Regeln, Spreads, Swap-Kosten und das Verlustrisiko vollständig verstehen.
CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 77*% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Typische Missverständnisse beim Index-CFD-Handel
„Ein Index ist breit gestreut, also ist ein Index-CFD automatisch sicher.“
Nein. Der Index kann breit gestreut sein, aber der CFD bleibt ein gehebeltes Tradinginstrument.
„Die Margin zeigt mein maximales Risiko.“
Nein. Die Margin ist nur die Sicherheitsleistung. Der tatsächliche Verlust hängt von Kursbewegung, Positionsgröße, Stop-Loss, Slippage und Handelsbedingungen ab.
„Ein 500-Punkte-Move ist immer extrem.“
Nicht unbedingt. Entscheidend ist die prozentuale Bewegung und der Punktwert der Position.
„Index-CFDs sind besser als ETFs.“
Nicht allgemein. Index-CFDs eignen sich eher für Trading. ETFs eignen sich eher für langfristigen Vermögensaufbau.
„Der VIX ist einfach ein weiterer Aktienindex.“
Nein. Der VIX misst erwartete Volatilität des S&P 500 und ist ein Spezialinstrument.
Fazit
Aktienindex-CFDs ermöglichen es privaten Tradern, auf Bewegungen ganzer Aktienmärkte zu spekulieren. DAX, Dow Jones, Nasdaq 100, S&P 500, Euro Stoxx 50, Nikkei 225, CAC 40, FTSE 100 oder auch weniger beachtete Märkte wie Italy 40, Austria 20 oder Poland 20 können über entsprechende Produkte handelbar sein.
Der Vorteil liegt in der Flexibilität: Long und Short, viele Märkte, verschiedene Handelszeiten und kleine Positionsgrößen können Index-CFDs für Daytrading und Swing Trading interessant machen.
Der Nachteil ist das Hebelrisiko. Gerade weil große Indizes regelmäßig deutliche Punktbewegungen zeigen können, darf die Positionsgröße nicht nur an der verfügbaren Margin ausgerichtet werden. Entscheidend ist, wie viel ein Trade bei 100, 300 oder 500 Punkten Gegenbewegung kosten würde.
Die wichtigste Erkenntnis lautet:
Index-CFD-Handel kann Chancen bieten, aber nur dann kontrollierbar bleiben, wenn Punktwert, Stop-Loss, Volatilität und Kontogröße zusammenpassen.