Veröffentlicht: 09. August 2026 · Zuletzt aktualisiert: 09. August 2026 Autor: S. Fiedler 
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar

CFD-Broker: Handelsplattform, Märkte und Kosten im Vergleich

Wer CFDs handeln möchte, benötigt einen Broker, der entsprechende Differenzkontrakte anbietet. Dabei unterscheiden sich CFD-Broker nicht nur bei Spreads und Gebühren. Auch die verfügbare Handelsplattform, die Auswahl an Indizes und anderen Basiswerten, Handelszeiten, Orderfunktionen und die konkrete Ausgestaltung des CFD-Kontos können sich deutlich unterscheiden.

Auf dieser Seite geht es deshalb nicht erneut um die grundlegende Funktionsweise von CFDs. Diese erkläre ich ausführlich im Bereich CFDs als Finanzinstrument. Hier steht stattdessen die praktische Frage im Mittelpunkt: Worauf sollte man bei der Auswahl eines CFD-Brokers achten?

Was unterscheidet CFD-Broker voneinander?

Ein niedriger Spread allein macht noch keinen geeigneten CFD-Broker aus. Gerade aktive Trader arbeiten häufig über viele Stunden mit derselben Handelsoberfläche. Deshalb spielen auch Stabilität, Bedienung, verfügbare Chartfunktionen und Orderarten eine wichtige Rolle.

Relevant sind insbesondere die Handelsplattform, die verfügbaren Märkte, Spreads und Finanzierungskosten sowie die Handelszeiten. Hinzu kommen die Marginanforderungen und das Risikomanagement des jeweiligen Brokers.

Für Kleinanleger gelten in der EU Schutzvorgaben für CFDs. Dazu gehören unter anderem Hebelbegrenzungen, ein Margin-Close-out und ein Negativsaldoschutz. Die zulässige maximale Hebelwirkung hängt von der jeweiligen Anlageklasse ab.

Eigene Handelsplattform oder MetaTrader?

Ein wesentlicher Unterschied zwischen CFD-Brokern besteht bei der verwendeten Handelssoftware.

XTB setzt beispielsweise auf die eigene xStation. XTB beschreibt diese als hauseigene Handelsplattform und verbindet sie inzwischen unter anderem mit TradingView-Funktionen.

IG bietet neben seiner eigenen webbasierten Plattform dagegen auch MetaTrader 4 (MT4) für den CFD-Handel an. Über MT4 stehen unter anderem Charts, technische Indikatoren und automatisiertes Trading zur Verfügung.

Für Trader, die bereits lange mit MetaTrader arbeiten, kann das ein wichtiges Auswahlkriterium sein. Wer dagegen ohnehin eine moderne browserbasierte Brokerplattform verwenden möchte, ist nicht zwingend auf MT4 angewiesen.

Marktangebot: Nicht jeder CFD-Broker bietet dieselben Basiswerte

CFDs werden typischerweise auf Indizes, Währungen, Rohstoffe, Aktien und weitere Basiswerte angeboten. Der Umfang kann sich zwischen den Anbietern jedoch deutlich unterscheiden.

Besonders für Index-Trader lohnt ein genauer Blick. IG bietet beispielsweise aktuell 81 Indexmärkte für den CFD-Handel an. Neben bekannten Märkten wie Deutschland 40, Wall Street, US 500 oder US Tech 100 finden sich dort auch weniger alltägliche internationale Märkte.

Ein Beispiel ist der Südafrika 40, der bei IG ebenfalls als handelbarer Indexmarkt geführt wird.

Wer hauptsächlich DAX, Dow Jones oder Nasdaq handelt, benötigt eine solche Breite möglicherweise nicht. Für Trader, die gezielt internationale Märkte beobachten, kann eine große Indexauswahl dagegen interessant sein. Einige Trader bevorzugen auch eine breitere Index-Auswahl, um im Falle interessanter Trade-Möglichkeiten auch auf nicht so im Fokus liegende Märkte eingehen zu können.

Spreads sind wichtig – aber nicht die einzigen Kosten

Beim CFD-Handel entsteht ein wesentlicher Teil der unmittelbaren Handelskosten über den Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Die Höhe hängt vom Broker und vom jeweiligen Markt ab und kann sich je nach Marktphase verändern.

Zusätzlich können bei Kassa-CFDs Finanzierungskosten entstehen, wenn eine Position über Nacht gehalten wird. IG weist beispielsweise darauf hin, dass Kassa-CFD-Positionen nach 23:00 Uhr MEZ einer Finanzierungsanpassung unterliegen. Bei Futures- und Forward-basierten Kontrakten fallen dagegen keine separaten Übernachtfinanzierungskosten an; dafür sind deren Spreads typischerweise höher.

Gerade für Swing-Trader oder Positionen, die mehrere Tage gehalten werden, sollte deshalb nicht ausschließlich der Einstiegsspread verglichen werden.

Handelszeiten können sich unterscheiden

Ein weiterer Unterschied besteht darin, wann ein Markt über den jeweiligen CFD-Broker tatsächlich handelbar ist.

Einige Broker stellen auf bestimmte Indizes besonders lange Handelszeiten zur Verfügung. IG geht noch einen Schritt weiter und bietet spezielle Wochenendmärkte an. Dazu gehören unter anderem Wochenend-Versionen von Deutschland 40, Wall Street, US Tech 100, UK 100 und Hong Kong HS50.

Dabei ist wichtig: Der Wochenendkurs ist nicht einfach der reguläre Börsenkurs am Samstag oder Sonntag. IG quotiert diese Märkte separat und berücksichtigt dabei unter anderem aktuelle Nachrichten, Marktbedingungen und die Kundenaktivität.

Solche Handelszeiten müssen nicht für jeden Trader relevant sein. Bei außergewöhnlichen politischen oder wirtschaftlichen Ereignissen am Wochenende können sie jedoch eine zusätzliche Möglichkeit zur Positionssteuerung bieten.

Welche CFD-Broker stellen wir näher vor?

Auf Day-Trading-Ratgeber.de werden CFD-Broker nicht nur anhand einer einzelnen Kennzahl betrachtet. Entscheidend ist vielmehr, welche Eigenschaften zu unterschiedlichen Trading-Stilen passen.

XTB* ist insbesondere wegen der eigenen xStation, des breiten Produktangebots und des Zugangs zu zahlreichen Märkten interessant. Zudem beitet XTB auch den Handel mit echten Aktien und ETFs an. Bei XTB sind also mehrere Asset-Klassen handelbar.

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IG Broker* setzt andere Schwerpunkte. Hervorzuheben sind insbesondere MetaTrader 4, eine sehr große Auswahl an internationalen Indexmärkten und die Möglichkeit, bestimmte Märkte auch am Wochenende zu handeln.

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Weitere Anbieter können diese Übersicht künftig ergänzen. Entscheidend bleibt dabei, dass nicht jeder CFD-Broker automatisch für jeden Trader die beste Wahl ist.

CFD-Broker nach dem eigenen Trading-Stil und Trading-Vorlieben auswählen

Ein Trader, der ausschließlich kurzfristig den DAX handelt, kann andere Anforderungen haben als jemand, der internationale Indizes beobachtet oder automatisierte Strategien über MetaTrader verwendet.

Deshalb sollte die Brokerwahl immer von der tatsächlichen Handelsweise ausgehen. Wichtige Fragen sind beispielsweise, welche Märkte regelmäßig gehandelt werden, welche Plattform bevorzugt wird, oder ob Positionen über Nacht gehalten. Auch der Kundensupport und Ein- und Auszahlungsmechanismen können in Betracht gezogen werden. 

Risiko von CFDs beachten

CFDs sind gehebelte Finanzinstrumente. Bereits relativ kleine Kursbewegungen des Basiswerts können deshalb zu deutlich größeren prozentualen Gewinnen oder Verlusten bezogen auf das eingesetzte Kapital führen.

Die europäischen Produktinterventionsmaßnahmen sehen für Kleinanleger unter anderem Hebelbegrenzungen, Margin-Close-out-Regeln und einen Negativsaldoschutz vor. Diese Schutzmechanismen beseitigen das Verlustrisiko jedoch nicht.

Fazit: Bei CFD-Brokern auf mehr als den Spread achten

CFD-Broker unterscheiden sich bei deutlich mehr Punkten als nur beim Preis eines einzelnen Trades. Handelsplattform, verfügbare Basiswerte, Handelszeiten, Finanzierungskosten und Ordermöglichkeiten können für die praktische Nutzung mindestens ebenso relevant sein.

XTB und IG zeigen bereits, wie unterschiedlich zwei große CFD-Angebote ausgestaltet sein können: Während XTB stark auf die eigene xStation setzt, ermöglicht IG zusätzlich den Handel über MetaTrader 4 und bietet eine besonders breite Auswahl internationaler Indexmärkte.

Welche Lösung besser passt, hängt deshalb vor allem davon ab, wie und welche Märkte tatsächlich gehandelt werden.

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