Veröffentlicht: 26. Juni 2026 · Zuletzt aktualisiert: 26. Juni 2026 Autor: S. Fiedler
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.
Welche ETFs kombinieren? Anzahl, Überschneidungen und typische Fehler
Viele Anleger starten mit der Frage: Welche ETFs sollte ich miteinander kombinieren? Dahinter steckt meist ein sinnvoller Gedanke. Ein ETF-Portfolio soll breit gestreut, verständlich und langfristig durchhaltbar sein.
Das Problem: Mehr ETFs bedeuten nicht automatisch ein besseres Portfolio. Entscheidend ist nicht, wie viele ETFs im Depot liegen, sondern ob sich die Bausteine sinnvoll ergänzen.
Ein guter ETF-Mix entsteht nicht durch das Sammeln vieler beliebter Produkte. Er entsteht durch eine klare Struktur: Welche Rolle erfüllt jeder ETF? Welche Märkte werden abgedeckt? Wo gibt es Überschneidungen? Und passt die Gewichtung zum eigenen Ziel?
Erst die Funktion klären, dann ETFs auswählen
Bevor Sie konkrete ETFs kombinieren, sollten Sie jedem Baustein eine klare Aufgabe geben.
Typische Funktionen im ETF-Portfolio können sein:
- globaler Aktien-Kern,
- Schwellenländer-Beimischung,
- Europa- oder USA-Gewichtung,
- Small-Cap-Ergänzung,
- Anleihen-Baustein,
- Geldmarkt- oder Liquiditätsbaustein,
- Themen- oder Branchenbeimischung.
Wenn ein ETF keine klare Aufgabe hat, gehört er wahrscheinlich nicht ins Portfolio. Viele Depots werden unübersichtlich, weil ETFs aus Interesse, Trendgefühl oder Produktwerbung gekauft werden, ohne dass klar ist, welche Funktion sie erfüllen sollen.
Eine einfache Prüffrage lautet:
Was würde in meinem Portfolio fehlen, wenn ich diesen ETF nicht hätte?
Wenn Sie darauf keine klare Antwort haben, ist der ETF möglicherweise überflüssig.
Der häufigste Fehler: Überschneidungen übersehen
Mehrere ETFs können dieselben Aktien enthalten. Das ist besonders häufig, wenn Anleger verschiedene globale, regionale und thematische ETFs kombinieren.
Beispiele:
Ein MSCI World ETF enthält bereits viele große US-Technologieunternehmen.
Ein Nasdaq-100 ETF enthält ebenfalls viele große US-Technologiewerte.
Ein globaler Technologie-ETF enthält oft wieder ähnliche Unternehmen.
Ein KI- oder Halbleiter-ETF kann zusätzlich ähnliche Schwergewichte enthalten.
Auf den ersten Blick sieht das Depot dann breit aus, weil mehrere ETFs vorhanden sind. Tatsächlich kann aber ein starker Schwerpunkt auf wenigen Ländern, Branchen oder Unternehmen entstehen.
Deshalb gilt:
Nicht die Anzahl der ETFs entscheidet über Diversifikation, sondern die tatsächliche Zusammensetzung.
Typische ETF-Bausteine und ihre Rolle
ETF-Kombinationen lassen sich leichter verstehen, wenn Sie in Bausteinen denken.
| Baustein | Mögliche Funktion im Portfolio | Worauf achten? |
|---|---|---|
| Welt-ETF | breiter Aktien-Kern | regionale und Branchengewichtung prüfen |
| Schwellenländer-ETF | Ergänzung zu Industrieländern | höhere Schwankungen und politische Risiken |
| Europa-ETF | regionale Gewichtung | Überschneidung mit Welt-ETF beachten |
| USA-ETF | gezielter US-Schwerpunkt | häufig bereits stark im Welt-ETF enthalten |
| Small-Cap-ETF | kleinere Unternehmen ergänzen | höhere Schwankungen, andere Risikotreiber |
| Anleihen-ETF | Stabilisierung oder Zinsbaustein | Duration, Bonität, Währung prüfen |
| Geldmarkt-ETF | Liquidität im Depot parken | kein Tagesgeld, Kosten und Struktur prüfen |
| Themen-ETF | gezielte Beimischung | Klumpenrisiko und Hype-Gefahr beachten |
Diese Tabelle ist keine Empfehlung. Sie zeigt nur, welche Rolle einzelne ETF-Arten grundsätzlich übernehmen können.
Ein Welt-ETF plus Ergänzung: Wann ergibt das Sinn?
Viele Anleger nutzen einen breit gestreuten Welt-ETF als Kernbaustein. Ergänzungen können dann sinnvoll sein, wenn sie bewusst eine Lücke schließen oder eine Gewichtung verändern.
Mögliche Ergänzungen sind zum Beispiel:
- Schwellenländer, wenn der Welt-ETF nur Industrieländer enthält,
- Small Caps, wenn kleinere Unternehmen stärker berücksichtigt werden sollen,
- Anleihen oder Geldmarkt, wenn das Portfolio defensiver werden soll,
- ein regionaler Baustein, wenn bestimmte Märkte bewusst anders gewichtet werden sollen.
Wichtig ist: Die Ergänzung sollte nicht nur ein zweiter ETF sein, der fast dasselbe enthält wie der erste.
Ein zusätzlicher ETF ist nur dann sinnvoll, wenn er die Struktur verbessert oder eine bewusste Gewichtung ermöglicht.
Industrieländer plus Schwellenländer
Eine klassische Kombination besteht aus einem ETF auf Industrieländer und einem ETF auf Schwellenländer.
Die Logik:
- Industrieländer-ETF als breiter Kern,
- Schwellenländer-ETF als zusätzlicher Wachstums- und Diversifikationsbaustein.
Der Vorteil liegt in der Steuerbarkeit. Anleger können selbst festlegen, wie stark Schwellenländer im Portfolio gewichtet werden sollen.
Der Nachteil: Es entsteht mehr Verwaltungsaufwand. Außerdem schwanken Schwellenländer oft stärker und können durch Währungs-, Politik- und Liquiditätsrisiken belastet werden.
Diese Kombination ist sinnvoller, wenn Anleger die unterschiedliche Rolle beider Bausteine verstehen und die Gewichtung bewusst wählen.
Welt-ETF plus Nasdaq-100: doppelte Stärke oder Klumpenrisiko?
Eine häufige Kombination ist ein Welt-ETF plus ein Nasdaq-100 ETF.
Das wirkt auf viele Anleger attraktiv, weil große US-Technologieunternehmen in der Vergangenheit stark performt haben. Gleichzeitig ist genau das der kritische Punkt.
Viele dieser Unternehmen sind bereits in Welt-ETFs stark enthalten. Durch einen zusätzlichen Nasdaq-100 ETF wird der US-Technologieanteil weiter erhöht.
Das kann bewusst gewollt sein. Dann ist es eine aktive Schwerpunktsetzung.
Es sollte aber nicht versehentlich passieren. Wer glaubt, mit Nasdaq-100 zusätzlich breit zu diversifizieren, irrt häufig. In vielen Fällen entsteht eher ein stärkeres Klumpenrisiko.
Die entscheidende Frage lautet:
Möchte ich US-Technologie bewusst stärker gewichten – oder verdopple ich nur unbemerkt bestehende Positionen?
Welt-ETF plus Europa-ETF
Ein Europa-ETF kann genutzt werden, wenn Anleger Europa stärker gewichten möchten, als es in einem globalen Index enthalten ist.
Das kann nachvollziehbar sein, wenn Anleger:
- Währungsnähe bevorzugen,
- europäische Unternehmen stärker berücksichtigen möchten,
- den sehr hohen US-Anteil globaler Indizes reduzieren wollen,
- oder bewusst regionaler streuen möchten.
Auch hier gilt: Ein Europa-ETF ist keine automatische Verbesserung. Er verändert die Gewichtung. Ob das sinnvoll ist, hängt von Ihrer Strategie ab.
Ein regionaler Zusatz-ETF sollte daher nicht nur aus Heimatnähe gekauft werden, sondern weil die gewählte Aufteilung zur Depotlogik passt.
Welt-ETF plus Themen-ETF
Themen-ETFs können spannend wirken, zum Beispiel auf künstliche Intelligenz, Halbleiter, erneuerbare Energien, Cybersecurity oder Gesundheit.
Als Beimischung können sie eine gezielte Idee im Depot abbilden. Als großer Depotbaustein sind sie aber oft riskanter, weil sie enger investieren als breite Markt-ETFs.
Viele Themen-ETFs überschneiden sich zudem mit bestehenden Welt- oder Technologie-ETFs. Gerade bekannte Wachstumsunternehmen können mehrfach enthalten sein.
Deshalb sollte ein Themen-ETF nur dann ergänzt werden, wenn klar ist:
- welches Thema abgebildet wird,
- wie eng der ETF wirklich ist,
- welche Unternehmen enthalten sind,
- wie groß die Beimischung sein soll,
- und welches Risiko damit bewusst akzeptiert wird.
Für viele Anleger eignen sich Themen-ETFs eher als kleine Ergänzung, nicht als Kern des Vermögensaufbaus.
Aktien-ETFs mit Anleihen-ETFs kombinieren
Eine andere Art der Kombination betrifft nicht Regionen oder Branchen, sondern Anlageklassen.
Ein Aktien-ETF steht für Beteiligung am Unternehmenswachstum, aber auch für Kursschwankungen. Ein Anleihen-ETF kann je nach Ausrichtung stabilisierender wirken, enthält aber eigene Risiken.
Wichtige Prüfpunkte bei Anleihen-ETFs sind:
- Laufzeit,
- Duration,
- Bonität,
- Währung,
- Staats- oder Unternehmensanleihen,
- Zinsänderungsrisiko,
- Liquidität,
- Kosten.
Ein Aktien-Anleihen-Mix kann sinnvoll sein, wenn Anleger nicht zu 100 Prozent in Aktien investiert sein möchten. Die genaue Gewichtung hängt aber stark von Risikotoleranz, Anlagehorizont und Ziel ab.
Geldmarkt-ETF als Liquiditätsbaustein
Ein Geldmarkt-ETF kann als geldmarktnaher Baustein im Depot dienen. Er ist aber kein Tagesgeldkonto.
Er kann interessant sein, wenn Anleger Liquidität im Depot halten möchten, ohne sie dauerhaft unverzinst auf dem Verrechnungskonto liegen zu lassen. Gleichzeitig bleiben Kosten, Spread, Produktstruktur, Zinsumfeld und fehlende klassische Einlagensicherung wichtig.
Ein Geldmarkt-ETF ist daher eher ein Liquiditäts- oder Parkbaustein im Wertpapierdepot, nicht der direkte Ersatz für den Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto.
In einer ETF-Kombination kann ein Geldmarkt-ETF eine defensive Funktion übernehmen. Er sollte aber bewusst eingesetzt und nicht mit einem langfristigen Aktien- oder Anleihenbaustein verwechselt werden.
Core-Satellite-Ansatz: Kern und Beimischungen trennen
Eine praktische Denkweise ist der Core-Satellite-Ansatz.
Der Core ist der Kern des Portfolios. Er soll breit, verständlich und langfristig tragfähig sein. Das kann zum Beispiel ein globaler Aktien-ETF oder eine einfache Aktien-Anleihen-Struktur sein.
Die Satelliten sind kleinere Ergänzungen. Sie können bestimmte Regionen, Themen, Branchen oder Faktoren abbilden.
Der Vorteil dieser Denkweise:
Sie verhindert, dass Spezial-ETFs unbewusst zu groß werden.
Beispielhafte Struktur:
- 80 bis 90 Prozent breiter Kern,
- 10 bis 20 Prozent gezielte Beimischungen.
Das ist nur ein Beispiel, keine Empfehlung. Wichtig ist die Logik: Der Kern trägt die Strategie. Die Beimischungen ergänzen sie.
Wie viele ETFs lassen sich sinnvoll kombinieren?
Es gibt keine feste Idealzahl.
Viele übersichtliche ETF-Portfolios bestehen aus:
- einem ETF,
- zwei ETFs,
- drei ETFs,
- oder wenigen klar definierten Bausteinen.
Mehr ETFs können sinnvoll sein, wenn sie unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Sie können aber auch unnötig werden, wenn sie dasselbe mehrfach abbilden.
Eine gute Faustfrage lautet:
Kann ich jedem ETF in meinem Depot eine klare Rolle zuordnen?
Wenn nicht, ist das Portfolio möglicherweise zu kompliziert.
Gewichtung: wichtiger als die reine ETF-Auswahl
Nicht nur die Auswahl der ETFs ist entscheidend, sondern auch ihre Gewichtung.
Ein ETF mit 5 Prozent Depotanteil hat eine andere Bedeutung als ein ETF mit 40 Prozent Depotanteil. Ein Themen-ETF kann als kleine Beimischung vertretbar wirken, aber als großer Portfolioanteil ein erhebliches Klumpenrisiko erzeugen.
Typische Gewichtungsfragen:
- Welcher ETF ist der Kern?
- Welche ETFs sind Ergänzungen?
- Wie groß dürfen Themen-ETFs sein?
- Wie hoch soll der Aktienanteil insgesamt sein?
- Wie groß soll der defensive Anteil sein?
- Wann wird rebalanciert?
Viele Fehler entstehen nicht durch den ETF selbst, sondern durch eine unpassende Gewichtung.
Rebalancing bei mehreren ETFs
Sobald mehrere ETFs kombiniert werden, verändern sich die Gewichte im Laufe der Zeit.
Wenn Aktien stark steigen, kann der Aktienanteil größer werden. Wenn Schwellenländer schlechter laufen, sinkt ihr Anteil. Wenn ein Themen-ETF stark steigt, kann er plötzlich einen größeren Teil des Depots ausmachen als geplant.
Rebalancing bedeutet, die ursprüngliche Gewichtung wiederherzustellen.
Das kann geschehen durch:
- neue Sparraten in untergewichtete ETFs,
- gelegentliche Umschichtungen,
- jährliche Überprüfung,
- oder klare Bandbreiten.
Rebalancing ist kein Selbstzweck. Es soll helfen, die gewählte Struktur beizubehalten und nicht unbewusst immer stärker von ihr abzuweichen.
ETF-Überschneidungen prüfen
Vor dem Kauf eines weiteren ETFs sollten Anleger prüfen, ob er wirklich etwas Neues ergänzt.
Mögliche Fragen:
- Welche größten Positionen enthält der ETF?
- Sind diese Unternehmen bereits in meinem Depot enthalten?
- Welche Länder dominieren?
- Welche Branchen dominieren?
- Welche Indexmethodik wird genutzt?
- Gibt es starke Überschneidungen mit bestehenden ETFs?
- Erhöht der ETF wirklich die Diversifikation?
- Oder verstärkt er nur eine bestehende Gewichtung?
Viele ETF-Anbieter zeigen die größten Positionen und Ländergewichtungen auf ihren Produktseiten. Auch Factsheets helfen, Überschneidungen besser zu erkennen.
Beispiel: Drei unterschiedliche ETF-Kombinationen
Die folgenden Beispiele sind keine Empfehlungen. Sie zeigen nur unterschiedliche Logiken.
Einfache Kernlösung
Ein breit gestreuter globaler Aktien-ETF.
Logik: maximale Einfachheit, wenig Verwaltungsaufwand, klare Struktur.
Zwei-Baustein-Lösung
Ein ETF auf Industrieländer plus ein ETF auf Schwellenländer.
Logik: globale Aktienanlage mit bewusst steuerbarer Schwellenländerquote.
Mehrbaustein-Lösung
Globaler Aktien-ETF, Schwellenländer-ETF, Anleihen-ETF und kleiner Themen-ETF.
Logik: breiter Kern, defensiver Baustein und gezielte Beimischung.
Diese Beispiele zeigen: Die Anzahl der ETFs allein sagt wenig aus. Entscheidend ist die Struktur dahinter.
Wann ein einzelner ETF besser sein kann
Ein einzelner breit gestreuter ETF kann besser sein, wenn Anleger vor allem Einfachheit, Übersicht und geringe Komplexität möchten.
Das gilt besonders, wenn:
- die Sparrate eher klein ist,
- wenig Zeit für Depotpflege vorhanden ist,
- keine eigene Gewichtung gewünscht wird,
- Rebalancing vermieden werden soll,
- psychologische Ruhe wichtiger ist als Feinsteuerung.
Ein einfaches Portfolio kann langfristig sehr stark sein, wenn es konsequent durchgehalten wird.
Wann mehrere ETFs sinnvoll sein können
Mehrere ETFs können sinnvoll sein, wenn Anleger bewusst mehr steuern möchten.
Das kann der Fall sein, wenn:
- Schwellenländer separat gewichtet werden sollen,
- Anleihen oder Geldmarkt ergänzt werden sollen,
- Regionen bewusst anders gewichtet werden sollen,
- Small Caps hinzukommen sollen,
- Themen nur als kleine Beimischung genutzt werden,
- eine klare Core-Satellite-Struktur gewünscht wird.
Mehrere ETFs sind dann sinnvoll, wenn sie das Portfolio verständlicher und passender machen – nicht, wenn sie nur mehr Produkte ins Depot bringen.
Typische Fehler beim Kombinieren von ETFs
Häufige Fehler sind:
- zu viele ETFs ohne klare Funktion,
- starke Überschneidungen,
- Themen-ETFs zu groß gewichten,
- Nasdaq- oder Technologie-ETFs unbewusst doppeln,
- Welt-ETF und ähnliche globale ETFs mehrfach kaufen,
- regionale Gewichtungen nicht verstehen,
- Anleihen-ETFs ohne Blick auf Duration und Bonität kaufen,
- Geldmarkt-ETFs mit Tagesgeld verwechseln,
- Rebalancing ignorieren,
- jede neue Marktidee sofort ins Depot aufnehmen.
Ein ETF-Portfolio sollte nicht wie eine Sammlung interessanter Produkte wirken. Es sollte wie ein bewusst konstruiertes System funktionieren.
Praktische Checkliste
Bevor Sie einen weiteren ETF ergänzen, können Sie diese Fragen prüfen:
- Welche Funktion erfüllt der ETF?
- Welche Lücke schließt er?
- Welche bestehenden Bausteine überschneidet er?
- Welche Länder und Branchen erhöht er?
- Wie hoch soll sein Anteil am Portfolio sein?
- Ist er Kernbaustein oder Beimischung?
- Welche Kosten entstehen?
- Ist er sparplanfähig?
- Wie liquide ist der ETF?
- Passt er zu Anlageziel und Risikoprofil?
- Muss später rebalanciert werden?
- Würde das Portfolio auch ohne diesen ETF funktionieren?
Wenn ein ETF keine klare Funktion erfüllt, ist weniger oft mehr.
Fazit
Welche ETFs Sie kombinieren sollten, hängt nicht von einer festen Idealzahl ab. Entscheidend ist, ob jeder ETF eine klare Funktion im Portfolio erfüllt.
Ein breit gestreuter Welt-ETF kann für viele Anleger bereits ausreichen. Mehrere ETFs können sinnvoll sein, wenn sie bewusst unterschiedliche Aufgaben übernehmen: globaler Aktienkern, Schwellenländer, Anleihen, Geldmarkt, Small Caps oder gezielte Beimischungen.
Gefährlich wird es, wenn ETFs nur gesammelt werden, weil sie interessant klingen. Dann entstehen schnell Überschneidungen, Klumpenrisiken und unnötige Komplexität.
Der wichtigste Merksatz lautet:
Ein gutes ETF-Portfolio entsteht nicht durch möglichst viele ETFs, sondern durch wenige Bausteine, die sich sinnvoll ergänzen und langfristig verständlich bleiben.
Passende empfohlene Artikel auf dieser Website zu diesem Themenkomplex:
- ETF-Portfolio aufbauen
- Welt-ETF vs. mehrere ETFs
- ETF kaufen: Worauf sollten Sie achten?
- ETF-Sparplan einfach erklärt
- Themen-ETFs und Branchen-ETFs
- Geldmarkt-ETF einfach erklärt
- Anleihen-ETF vs. Einzelanleihe
- Ausschüttend oder thesaurierend
- ETF-Kosten verstehen
- Währungsrisiken bei internationalen ETFs
- ETF-Depot eröffnen
- Broker für ETF-Sparplan
- Geld in ETFs anlegen