Veröffentlicht: 16. August 2026 · Zuletzt aktualisiert: 16. August 2026 Autor: S. Fiedler
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.
ETF- und Fonds-Kostenrechner: Kosten, Rendite und Endvermögen vergleichen
Ein Unterschied von einem Prozentpunkt bei den laufenden Kosten erscheint auf den ersten Blick gering. Über mehrere Jahre kann daraus jedoch ein deutlich größerer Unterschied beim Anlagevermögen entstehen. Zusätzlich können bei aktiv gemanagten Fonds ein Ausgabeaufschlag oder Kosten für regelmäßige Sparraten anfallen, während ETF-Sparpläne je nach Anbieter teilweise mit geringen oder ohne gesonderte Ausführungskosten angeboten werden.
Mit unserem ETF- und Fonds-Kostenrechner können Sie zwei unterschiedliche Kostenmodelle miteinander vergleichen. Neben einmaligen Kaufkosten und laufenden Produktkosten lassen sich auch regelmäßige Sparraten sowie unterschiedliche Renditeannahmen berücksichtigen.
Der Rechner zeigt anschließend, wie sich die gewählten Annahmen auf das Endvermögen auswirken und welche Bruttoperformance ein teureres Anlageprodukt erzielen müsste, um den Kostennachteil gegenüber der günstigeren Alternative auszugleichen.
ETF- und Fonds-Kostenrechner
Allgemeine Anlage
Performance-Modell
Aktiver Fonds
ETF
Die Ergebnisse erscheinen nach der Berechnung.
Was bedeutet „Modellierte Rendite nach laufenden Kosten“?
Die eingegebene Bruttoperformance beschreibt die angenommene Wertentwicklung vor den laufenden Produktkosten. Der Rechner berücksichtigt anschließend die für Fonds beziehungsweise ETF eingegebenen laufenden Kosten und weist daraus die modellierte Rendite nach laufenden Kosten p. a. aus.
Kaufkosten der Einmalanlage oder einzelner Sparraten sind in dieser Renditekennzahl nicht enthalten. Sie werden separat vom investierten Betrag abgezogen und beeinflussen dadurch das Endvermögen.
Wie Bruttoperformance, laufende Kosten und Kaufkosten genau zusammenspielen, zeigen wir weiter unten im Abschnitt „Bruttoperformance und modellierte Rendite nach laufenden Kosten“ anhand eines einfachen Rechenbeispiels.
Was berechnet der ETF- und Fonds-Vergleichsrechner?
Der Rechner stellt zwei Modellanlagen gegenüber: einen aktiven Fonds und einen ETF. Die Bezeichnungen dienen dabei vor allem der Orientierung. Grundsätzlich können auch zwei Fonds, zwei ETFs oder andere Anlageprodukte mit vergleichbaren Kostenstrukturen gegenübergestellt werden.
Für beide Varianten können unterschiedliche Kosten eingegeben werden.
Berücksichtigt werden:
- Startkapital und Anlagedauer
- regelmäßige Sparraten
- Kosten der Einmalanlage
- Kosten jeder Sparrate
- laufende Produktkosten pro Jahr
- gleiche oder unterschiedliche Bruttoperformance
- Endvermögen
- direkte modellierte Kosten
- entgangene Rendite aufgrund der Kosten
- Break-even-Performance des aktiven Fonds
Dadurch lässt sich nicht nur erkennen, welches Produkt niedrigere Gebühren aufweist. Der Rechner zeigt vielmehr, wie sich diese Kosten über die gesamte gewählte Laufzeit auf das Vermögen auswirken können.
Warum können kleine Kostenunterschiede langfristig so viel ausmachen?
Laufende Kosten reduzieren nicht nur unmittelbar das Anlagevermögen. Das abgezogene Kapital steht anschließend auch nicht mehr für zukünftige Wertsteigerungen zur Verfügung.
Genau dadurch entsteht ein zusätzlicher Effekt.
Angenommen, zwei Anlagen erzielen vor Kosten jeweils dieselbe Rendite. Produkt A verursacht jedoch laufende Kosten von 1,45 % pro Jahr, während Produkt B lediglich 0,40 % kostet.
Der Unterschied beträgt zunächst nur 1,05 Prozentpunkte pro Jahr. Das bedeutet jedoch nicht, dass lediglich jedes Jahr ein gleichbleibender Eurobetrag verloren geht. Mit wachsendem Depotwert steigen auch die absoluten Kosten. Gleichzeitig kann das bereits für Gebühren verwendete Kapital in den folgenden Jahren keine weitere Rendite erzielen.
Dieser Effekt wird mit zunehmender Laufzeit immer bedeutender.
Wer sich zunächst grundsätzlich mit ETFs beschäftigen möchte, findet weitere Informationen in unserem ETF-Bereich sowie im Beitrag Wie funktionieren ETFs
Ausgabeaufschlag beim Fonds: Warum Einstiegskosten eine Rolle spielen
Bei aktiv gemanagten Investmentfonds kann beim Kauf ein Ausgabeaufschlag anfallen. Seine konkrete Höhe hängt vom jeweiligen Fonds und vom Vertriebsweg ab. Rabatte oder ein vollständiger Verzicht auf den Ausgabeaufschlag sind ebenfalls möglich.
Unser Rechner behandelt diese Kosten deshalb nicht als fest vorgegebenen Wert. Sie können individuell eingetragen werden.
Ein einfaches Modellbeispiel:
Bei einer Anlage von 10.000 Euro und 5 % Kaufkosten werden im Rechner
500 Euro als Kaufkosten
und
9.500 Euro als investierter Betrag
berücksichtigt.
Dieser Unterschied wirkt sich anschließend ebenfalls auf die zukünftige Vermögensentwicklung aus, weil die 500 Euro nicht mehr am Kapitalmarkt investiert sind.
Hinweis: Der Rechner modelliert Kaufkosten einheitlich als Prozentsatz des vom Anleger eingesetzten Bruttobetrags. Die konkrete Berechnungsweise eines bei einem Fonds ausgewiesenen Ausgabeaufschlags kann von dieser Modellierung abweichen.
Kaufkosten bei Sparraten separat berücksichtigen
Besonders relevant kann die Kostenstruktur bei einem langfristigen Sparplan werden.
Deshalb unterscheidet der Rechner zwischen:
Kaufkosten der Einmalanlage
und
Kaufkosten jeder Sparrate.
Wer beispielsweise monatlich 500 Euro investiert und für jede Ausführung Kosten von 1 % annimmt, zahlt im Modell pro Sparrate 5 Euro Kosten. Von den 500 Euro werden somit 495 Euro tatsächlich angelegt.
Bei 60 monatlichen Sparraten innerhalb von fünf Jahren summieren sich diese direkten Kosten bereits auf:
60 × 5 Euro = 300 Euro.
Beim ETF kann dagegen beispielsweise eine Sparplankostenquote von 0 %, 0,05 % oder einem anderen individuellen Wert eingetragen werden.
Dadurch können auch unterschiedliche Broker- oder Sparplanmodelle simuliert werden.
Mehr zum langfristigen Investieren über regelmäßige Einzahlungen erklären wir in unserem Beitrag zum ETF Sparplan.
Bruttoperformance und modellierte Rendite nach laufenden Kosten
Eine wichtige Besonderheit des Rechners ist die Trennung zwischen angenommener Bruttoperformance, laufenden Produktkosten und Kaufkosten.
Die eingegebene Bruttoperformance beschreibt im Modell die angenommene jährliche Wertentwicklung vor Abzug der laufenden Produktkosten.
Beispiel:
Ein ETF erzielt modelliert 7 % Bruttoperformance pro Jahr und verursacht laufende Kosten von 0,40 % p. a.
Im Modell des Rechners wird die Rendite nach laufenden Kosten nicht einfach als 7 % minus 0,40 % berechnet. Stattdessen werden Bruttoperformance und laufende Kosten multiplikativ miteinander verknüpft:
(1 + 0,07) × (1 − 0,004) − 1
Das entspricht rund:
6,57 % modellierter Rendite nach laufenden Kosten p. a.
Diese Kennzahl berücksichtigt noch keine Kaufkosten. Kosten der Einmalanlage, Ausgabeaufschläge oder Kosten einzelner Sparraten werden separat vom jeweiligen Anlagebetrag abgezogen.
Wie wirken Kaufkosten und laufende Kosten zusammen?
Ein einfaches Beispiel macht den Unterschied deutlich.
Ein Anleger zahlt einmalig 1.000 Euro ein. Für den Kauf fallen 5 % Kosten an. Damit werden zunächst:
1.000 Euro − 50 Euro = 950 Euro
tatsächlich investiert.
Angenommen, die Anlage erzielt anschließend eine Bruttoperformance von 10 % p. a. und verursacht 1 % laufende Kosten pro Jahr.
Die modellierte Rendite nach laufenden Kosten beträgt:
(1 + 0,10) × (1 − 0,01) − 1 = 8,90 %
Auf die tatsächlich investierten 950 Euro angewendet ergibt das:
950 Euro × 1,089 = 1.034,55 Euro
Das Endvermögen beträgt somit 1.034,55 Euro.
Wichtig ist die Unterscheidung: Die ausgewiesenen 8,90 % Rendite nach laufenden Kosten beziehen sich auf das tatsächlich investierte Kapital von 950 Euro. Bezogen auf die ursprünglich vom Anleger eingesetzten 1.000 Euro beträgt der Vermögenszuwachs dagegen nur:
1.034,55 Euro − 1.000 Euro = 34,55 Euro
beziehungsweise rund 3,46 %.
Der Grund dafür ist der zu Beginn gezahlte Ausgabeaufschlag: Die dafür verwendeten 50 Euro konnten von Anfang an keine Rendite mehr erwirtschaften.
Dieser Effekt erklärt auch, warum der im Rechner ausgewiesene „Kosteneffekt inkl. entgangener Rendite“ höher sein kann als die Summe der unmittelbar abgezogenen Gebühren. Wie diese Kennzahl berechnet wird, erklären wir im Abschnitt „Direkte Kosten und Kosteneffekt inklusive entgangener Rendite“.
Warum historische Fondsrenditen nicht einfach als Bruttoperformance übernommen werden sollten
Bei der Verwendung historischer Wertentwicklungen ist Vorsicht erforderlich.
Veröffentlichte Wertentwicklungen von Fonds und ETFs berücksichtigen die laufenden Kosten des jeweiligen Fonds regelmäßig bereits in der Entwicklung des Anteilwerts. Würde eine bereits nach laufenden Fondskosten ausgewiesene historische Wertentwicklung als Bruttoperformance in den Rechner übernommen und anschließend zusätzlich noch einmal die TER beziehungsweise die laufenden Kosten abgezogen, würden diese Kosten faktisch doppelt berücksichtigt.
Der Rechner eignet sich deshalb vor allem für Modellvergleiche mit selbst gewählten Renditeannahmen.
Beispielsweise:
Aktiver Fonds:
7 % Bruttoperformance und 1,45 % laufende Kosten
ETF:
7 % Bruttoperformance und 0,40 % laufende Kosten
Damit lässt sich der reine Einfluss unterschiedlicher Kostenstrukturen untersuchen.
Gleiche oder unterschiedliche Rendite annehmen
Nicht jeder Vergleich muss davon ausgehen, dass Fonds und ETF dieselbe Performance erzielen.
Der Rechner bietet deshalb zwei Möglichkeiten.
- Bei gleicher Bruttoperformance erhalten beide Produkte dieselbe Renditeannahme. Dadurch wird vor allem sichtbar, welchen Einfluss unterschiedliche Kosten auf das Endvermögen haben.
- Bei individueller Bruttoperformance kann dagegen für jedes Produkt ein eigener Wert eingetragen werden.
Ein aktiver Fonds könnte beispielsweise mit einer angenommenen Bruttoperformance von 8 % und ein ETF mit 7 % modelliert werden.
Damit lässt sich eine weitere wichtige Frage untersuchen:
Reicht eine mögliche Mehrperformance des aktiven Fonds aus, um seine höheren Kosten auszugleichen?
Genau dafür berechnet das Tool zusätzlich die Break-even-Performance.
Was bedeutet die Break-even-Performance des aktiven Fonds?
Der Break-even-Wert zeigt, welche Bruttoperformance der aktive Fonds erreichen müsste, um trotz seiner eingegebenen Kosten auf dasselbe Endvermögen wie der ETF zu kommen.
Angenommen, der ETF erzielt im Modell 7 % Bruttoperformance und weist deutlich geringere laufende Kosten auf.
Der aktive Fonds hat dagegen:
- einen Ausgabeaufschlag,
- höhere Kosten der Sparraten
- und höhere laufende Produktkosten.
Dann genügt es nicht zwingend, dass der Fonds lediglich die gleiche Bruttoperformance erzielt.
Der Rechner bestimmt deshalb rechnerisch diejenige Rendite, bei der am Ende der gewählten Laufzeit:
Endvermögen aktiver Fonds = Endvermögen ETF gilt.
Diese Kennzahl ist keine Prognose darüber, welche Rendite ein Fonds tatsächlich erzielen wird. Sie zeigt vielmehr, wie groß eine mögliche Mehrperformance sein müsste, um einen vorhandenen Kostennachteil auszugleichen.
Direkte Kosten und Kosteneffekt inklusive entgangener Rendite
Im Ergebnisbereich werden zwei unterschiedliche Kostenkennzahlen dargestellt.
Direkte Modellkosten
Hierzu zählen die im Rechner unmittelbar modellierten Kosten:
- Kaufkosten der Einmalanlage
- Kaufkosten der Sparraten
- laufende Produktkosten
Diese Kosten reduzieren im Modell unmittelbar den Betrag, der investiert wird beziehungsweise anschließend investiert bleibt.
Kosteneffekt inklusive entgangener Rendite
- Diese Kennzahl geht einen Schritt weiter.
- Sie vergleicht das berechnete Endvermögen mit einem ansonsten identischen Szenario ohne die eingegebenen Produktkosten.
- Dadurch wird auch berücksichtigt, dass bereits gezahlte Kosten später keine Rendite mehr erwirtschaften können.
- Der Kosteneffekt inklusive entgangener Rendite kann deshalb höher ausfallen als die Summe der unmittelbar abgezogenen Gebühren.
- Gerade bei langen Anlagezeiträumen ist dieser Unterschied relevant.
Werden für ein Produkt sämtliche Kaufkosten und laufenden Kosten mit 0 % angesetzt, beträgt auch der modellierte Kosteneffekt inklusive entgangener Rendite 0 Euro.
Beispiel: Aktiver Fonds und ETF über fünf Jahre vergleichen
Ein Anleger startet beispielsweise mit:
10.000 Euro Anfangskapital
und investiert zusätzlich:
500 Euro pro Monat über fünf Jahre.
Damit werden insgesamt:
40.000 Euro
eingezahlt.
Angenommen, sowohl der aktive Fonds als auch der ETF erzielen vor laufenden Kosten eine Bruttoperformance von 12 % pro Jahr.
Für den aktiven Fonds werden angenommen:
- 5 % Kaufkosten der Einmalanlage
- 1 % Kaufkosten je Sparrate
- 1,45 % laufende Kosten pro Jahr
Für den ETF:
- 0,05 % Kaufkosten der Einmalanlage
- 0,05 % Kosten jeder Sparrate
- 0,40 % laufende Kosten pro Jahr
Unter diesen Modellannahmen ergibt der Rechner nach fünf Jahren:
Aktiver Fonds: 54.122,36 Euro
ETF: 57.348,77 Euro
Der modellierte Vermögensunterschied beträgt damit:
3.226,41 Euro zugunsten des ETF.
Für den aktiven Fonds weist der Rechner einen Kosteneffekt inklusive entgangener Rendite von 4.052,86 Euro aus. Beim ETF beträgt dieser unter den gewählten Annahmen 826,45 Euro.
Um trotz seiner höheren Kosten dasselbe Endvermögen wie der ETF zu erreichen, müsste der aktive Fonds in diesem Beispiel rund 13,91 % Bruttoperformance pro Jahr erzielen.
Der Grund dafür sind nicht nur die unmittelbar gezahlten Kosten. Zusätzlich fehlt das durch Gebühren abgezogene Kapital bei der weiteren Verzinsung.
Gerade dieses Zusammenspiel macht einen langfristigen Kostenvergleich aussagekräftiger als einen bloßen Vergleich von 1,45 % und 0,40 %.
Was der Rechner bewusst nicht berücksichtigt
Der ETF- und Fonds-Kostenrechner soll den Einfluss von Produktkosten und unterschiedlichen Renditeannahmen verständlich darstellen. Deshalb wurden einige weitere Einflussgrößen bewusst nicht integriert.
Nicht berücksichtigt werden unter anderem:
- persönliche Steuern
- Inflation
- steuerliche Teilfreistellungen
- Vorabpauschalen
- individuelle Depotgebühren
- variable Spreads
- Performance Fees
- zukünftige Änderungen von Gebühren
- Schwankungen der tatsächlichen Kapitalmarktentwicklung
Für die Berücksichtigung von Inflation, Steuern und dynamischen Sparraten steht separat unser Sparplanrechner mit Steuern und Inflation zur Verfügung.
Wer dagegen den allgemeinen Zinseszinseffekt untersuchen möchte, kann unseren Zinseszinsrechner verwenden.
Diese Trennung ist sinnvoll: Jeder Rechner beantwortet eine klar abgegrenzte Fragestellung, anstatt möglichst viele Annahmen in ein einziges komplexes Modell zu integrieren.
Sind ETFs grundsätzlich günstiger als aktive Fonds?
ETFs werden häufig mit vergleichsweise niedrigen laufenden Produktkosten angeboten. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass jeder ETF in jeder Situation günstiger oder erfolgreicher als jeder aktiv gemanagte Fonds sein muss.
Entscheidend sind unter anderem:
- das konkrete Produkt,
- laufende Kosten,
- Kaufkosten,
- gewählter Broker,
- tatsächliche Wertentwicklung
- und Anlagedauer.
Auch ein aktiver Fonds kann beispielsweise ohne Ausgabeaufschlag erhältlich sein. Umgekehrt können beim ETF je nach Handels- oder Sparplanmodell Kaufkosten entstehen.
Der Rechner verwendet deshalb keine pauschalen Annahmen, sondern erlaubt die individuelle Eingabe der jeweiligen Kosten.
Kosten sind wichtig – aber nicht der einzige Faktor
Niedrige Kosten sind ein Vorteil, weil weniger Kapital aus dem Anlagevermögen abfließt. Die Entscheidung für einen Fonds oder ETF sollte jedoch nicht ausschließlich anhand einer einzigen Kostenkennzahl getroffen werden.
Auch Anlageuniversum, Index beziehungsweise Fondsstrategie, Risikoprofil, Diversifikation und die persönliche Anlagestrategie spielen eine Rolle.
Der Vergleichsrechner beantwortet deshalb bewusst eine engere Frage:
Wie entwickeln sich zwei Anlagen unter den eingegebenen Rendite- und Kostenannahmen finanziell auseinander?
Gerade dadurch lässt sich der Einfluss von Ausgabeaufschlag, Sparplankosten und laufenden Produktkosten transparent darstellen.
Fazit: ETF- und Fondskosten über die gesamte Laufzeit vergleichen
Ein kleiner prozentualer Kostenunterschied kann über mehrere Jahre einen deutlich größeren Einfluss auf das Endvermögen haben, als ein einfacher Vergleich der Gebühren vermuten lässt.
Der ETF- und Fonds-Kostenrechner berücksichtigt deshalb nicht nur laufende Kosten, sondern auch Kaufkosten der Einmalanlage und regelmäßiger Sparraten. Zusätzlich wird sichtbar, welche Rendite aufgrund bereits gezahlter Kosten nicht mehr erwirtschaftet werden kann.
Mit der Break-even-Berechnung lässt sich außerdem abschätzen, welche zusätzliche Bruttoperformance ein teureres Produkt erzielen müsste, um seinen Kostennachteil auszugleichen.
Der Rechner stellt dabei keine Prognose zukünftiger Wertentwicklungen dar. Er ermöglicht vielmehr, unterschiedliche Kosten- und Renditeszenarien nachvollziehbar miteinander zu vergleichen.