Veröffentlicht: 08. November 2025 · Zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 Autor: Sebastian Fiedler
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.
Sparplanrechner mit Inflation, Steuern und dynamischer Sparrate
Wie kann sich ein Vermögen entwickeln, wenn neben einem Startkapital regelmäßig weitere Beträge investiert werden? Und welche Kaufkraft besitzt das errechnete Endkapital nach mehreren Jahren tatsächlich noch?
Mit unserem Sparplanrechner können Sie unterschiedliche Szenarien für den langfristigen Vermögensaufbau simulieren. Neben Startkapital, Sparrate, Laufzeit und erwarteter Rendite lassen sich auch Inflation, eine jährliche Erhöhung der Sparrate sowie eine vereinfachte Besteuerung der Kapitalerträge berücksichtigen.
Für Aktien und ETFs wird eine angenommene effektive Jahresrendite auf Monatsbasis simuliert. Für Tages- und Festgeld stehen alternativ Modelle mit vierteljährlicher oder jährlicher Zinsgutschrift zur Verfügung.
Besonders hilfreich ist die grafische Darstellung: Sie zeigt nicht nur die Entwicklung des nominalen Vermögens, sondern stellt diesem auch die inflationsbereinigte Kaufkraft gegenüber.
Sparplan, Rendite und reale Kaufkraft berechnen
Geben Sie Ihre gewünschten Annahmen ein und vergleichen Sie unterschiedliche Spar- und Renditeszenarien. Der Rechner zeigt Ihnen die Entwicklung Ihrer Einzahlungen, die modellierten Erträge, das errechnete Endkapital sowie dessen inflationsbereinigte Kaufkraft.
Finanzrechner
Ergebnis-Visualisierung
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Hinweis zur Renditeberechnung: Bei ETF/Aktien wird die eingegebene jährliche Rendite als effektive Jahresrendite behandelt und mathematisch auf eine gleichmäßige monatliche Wertentwicklung umgerechnet. Tatsächliche Kursentwicklungen verlaufen nicht gleichmäßig und können insbesondere durch Kursschwankungen und Ausschüttungen abweichen.
Hinweis zur Steuerberechnung: Die Steuerberechnung ist eine vereinfachte Modellrechnung. Positive Erträge werden jährlich unter Berücksichtigung des eingegebenen Freibetrags und Steuersatzes besteuert. Steuerliche Besonderheiten wie Verlustverrechnung, Vorabpauschale, Teilfreistellungen bei Investmentfonds/ETFs, Kirchensteuer sowie unterschiedliche Besteuerungszeitpunkte werden nicht berücksichtigt.
Hinweis zu den Modellannahmen: Renditen, Zinsen und Sparraten werden anhand der gewählten Intervalle mathematisch simuliert. Tatsächliche Anlageergebnisse können insbesondere durch Kursschwankungen, abweichende Einzahlungszeitpunkte, Ausschüttungen und steuerliche Besonderheiten abweichen.
Warum Inflation und eine dynamische Sparrate wichtig sind
Inflation ist ein stiller Kaufkraftkiller: Selbst bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von nur 2 % besitzt ein Geldbetrag nach rund 35 Jahren nur noch etwa die Hälfte seiner heutigen Kaufkraft. Wer langfristig Vermögen aufbaut, sollte deshalb nicht nur auf das nominale Endkapital schauen, sondern auch berücksichtigen, was dieses Vermögen später real noch wert sein könnte.
Gleichzeitig muss eine einmal festgelegte Sparrate nicht über Jahrzehnte unverändert bleiben. Steigt beispielsweise das Einkommen, kann auch die regelmäßige Einzahlung schrittweise erhöht werden. Unser Rechner ermöglicht deshalb sowohl prozentuale als auch absolute jährliche Sparratenerhöhungen.
So lassen sich unterschiedliche Szenarien für Aktien und ETFs sowie für Tages- und Festgeld miteinander durchspielen und die Auswirkungen von Rendite, Einzahlungen, Inflation und einer vereinfachten Steuerbelastung gemeinsam betrachten.
So funktioniert der Sparplanrechner
Der Rechner kombiniert Startkapital, regelmäßige Einzahlungen, Rendite beziehungsweise Verzinsung, Inflation und eine vereinfachte Steuerberechnung. Dadurch können Sie unterschiedliche Szenarien miteinander vergleichen und sowohl das nominale Endkapital als auch dessen inflationsbereinigte Kaufkraft betrachten.
1. Startkapital und Sparrate
Startkapital:
Geben Sie den Betrag ein, der bereits zu Beginn der Berechnung investiert werden soll. Wenn Sie ohne vorhandenes Kapital starten möchten, können Sie 0 Euro eintragen.
Sparrate:
Zusätzlich zum Startkapital können regelmäßige weitere Einzahlungen berücksichtigt werden. Für die Sparrate stehen verschiedene Intervalle zur Verfügung:
- monatlich
- vierteljährlich
- halbjährlich
- jährlich
Der Zeitpunkt der Einzahlung beeinflusst das Ergebnis, da früher investierte Beträge länger an der angenommenen Wertentwicklung beziehungsweise Verzinsung teilnehmen.
2. Anlageart und Berechnungsmodell
Über die Anlageart bestimmen Sie, wie Rendite beziehungsweise Zinsen innerhalb eines Jahres berücksichtigt werden.
ETF/Aktien – monatliche Wertentwicklung:
Bei dieser Einstellung wird die angegebene effektive Jahresrendite mathematisch in eine äquivalente monatliche Rendite umgerechnet. Dadurch entspricht beispielsweise eine eingegebene Jahresrendite von 10 % nach zwölf Monaten auch tatsächlich einer modellierten Jahresrendite von 10 %.
Die monatliche Berechnung ermöglicht gleichzeitig, regelmäßige Einzahlungen entsprechend ihrer unterschiedlichen Anlagedauer zu berücksichtigen. Die tatsächliche Wertentwicklung von Aktien oder ETFs verläuft jedoch nicht gleichmäßig. Kursgewinne, Kursverluste und Ausschüttungen können innerhalb eines Jahres erheblich schwanken.
Tagesgeld – vierteljährliche Zinsgutschrift:
Bei dieser Variante werden die Zinsen vierteljährlich gutgeschrieben. Zwischenzeitlich geleistete Sparraten werden zeitanteilig berücksichtigt. Bereits gutgeschriebene Zinsen können in späteren Quartalen wiederum mitverzinst werden.
Festgeld/Tagesgeld – jährliche Zinsgutschrift:
Hier erfolgt die Zinsgutschrift einmal jährlich. Unterjährige Einzahlungen werden entsprechend ihrer jeweiligen Anlagedauer zeitanteilig verzinst.
3. Anlagedauer und jährliche Rendite
Anlagedauer:
Legen Sie fest, über wie viele Jahre das Szenario berechnet werden soll.
Jährliche Rendite / Zinssatz:
Geben Sie Ihre angenommene jährliche Rendite beziehungsweise den Zinssatz der Anlage ein.
Bei Aktien und ETFs handelt es sich dabei um eine Modellannahme. Wenn Sie beispielsweise mit einer langfristigen Gesamtrendite kalkulieren möchten, können darin sowohl Kursentwicklungen als auch wiederangelegte Ausschüttungen enthalten sein.
Bei Tages- und Festgeld kann stattdessen der vereinbarte beziehungsweise angenommene Jahreszinssatz eingetragen werden.
4. Dynamische Sparratenerhöhung
Eine Sparrate muss nicht über Jahrzehnte unverändert bleiben. Der Rechner ermöglicht deshalb eine jährliche Erhöhung der regelmäßigen Einzahlung.
Dabei stehen zwei Varianten zur Verfügung:
Prozentuale Erhöhung:
Die Sparrate steigt jedes Jahr um den eingegebenen Prozentsatz. Damit lässt sich beispielsweise eine Sparstrategie simulieren, bei der steigende Einkommen teilweise für höhere Sparraten genutzt werden.
Absolute Erhöhung:
Alternativ kann die Sparrate jedes Jahr um einen festen Euro-Betrag erhöht werden.
Gerade bei langen Laufzeiten kann sich eine kontinuierlich wachsende Sparrate deutlich auf das errechnete Endvermögen auswirken.
5. Inflation und reale Kaufkraft
Ein zukünftiges Vermögen von beispielsweise 100.000 Euro besitzt bei steigenden Verbraucherpreisen nicht dieselbe Kaufkraft wie 100.000 Euro heute.
Über das Feld „Erwartete Inflation“ können Sie deshalb eine angenommene durchschnittliche jährliche Inflationsrate eingeben.
Neben dem nominalen Endkapital berechnet der Rechner daraus die heutige Kaufkraft des zukünftigen Vermögens.
So lässt sich erkennen, wie groß der Unterschied zwischen dem nominal ausgewiesenen Vermögen und dessen realer Kaufkraft sein kann.
6. Vereinfachte Steuerberechnung
Über das Feld „Steuersatz auf Kapitalerträge“ kann eine modellierte steuerliche Belastung berücksichtigt werden. Wenn Sie keine Besteuerung einbeziehen möchten, können Sie 0 % eintragen.
Zusätzlich lässt sich ein jährlicher Steuerfreibetrag hinterlegen. Positive modellierte Kapitalerträge werden zunächst um diesen Betrag reduziert. Auf darüber hinausgehende Erträge wird anschließend der eingegebene Steuersatz angewendet.
Die Steuerberechnung dient ausschließlich einer vereinfachten Simulation. Sie bildet insbesondere Besonderheiten der tatsächlichen Besteuerung von Aktien, Investmentfonds und ETFs nicht vollständig ab.
7. Was zeigt das Ergebnis?
Nach der Berechnung erhalten Sie mehrere Werte:
Endkapital nach Steuern:
Das modellierte Vermögen am Ende der gewählten Laufzeit einschließlich Einzahlungen und Erträgen nach der im Rechner berücksichtigten Steuerbelastung.
Davon eingezahlt:
Die Summe aus Startkapital und allen während der Laufzeit geleisteten Sparraten.
Erträge nach Steuern:
Die Differenz zwischen dem errechneten Endkapital und den insgesamt geleisteten Einzahlungen.
Heutige Kaufkraft des Endkapitals:
Das zukünftige Endvermögen wird anhand der eingegebenen Inflationsrate auf die heutige Kaufkraft zurückgerechnet.
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8. Grafische Entwicklung des Vermögens
Die Visualisierung stellt die Vermögensentwicklung über die gewählte Laufzeit dar. Dadurch lässt sich erkennen, welcher Anteil des Vermögens auf eigene Einzahlungen und welcher Anteil auf die modellierte Rendite zurückzuführen ist.
Zusätzlich zeigt die Linie zur inflationsbereinigten Kaufkraft, wie stark sich der reale Wert des Vermögens vom nominalen Endkapital unterscheiden kann.
Zusätzliche Nutzung für Trading-Performance-Szenarien
Die monatliche Renditesimulation kann auch für eine vereinfachte Modellrechnung zur Entwicklung eines Trading-Kontos genutzt werden.
Dazu kann eine angenommene effektive Jahresperformance eingegeben werden, die der Rechner mathematisch auf Monatsbasis verteilt. Eine solche Berechnung eignet sich beispielsweise dazu, unterschiedliche langfristige Performance-Annahmen miteinander zu vergleichen.
Sie stellt jedoch keinen tatsächlichen Trading-Verlauf dar: Schwankende Monatsresultate, Verlustserien, Drawdowns sowie unterschiedliche Positionsgrößen oder Entnahmen werden nicht berücksichtigt.