Veröffentlicht: 09. August 2026 · Zuletzt aktualisiert: 09. August 2026 Autor: S. Fiedler 
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar

IG als CFD-Broker: MetaTrader 4, Indizes, Kosten und Besonderheiten

IG gehört zu den traditionsreicheren Anbietern im Bereich des gehebelten Tradings. Für mich ist der Broker vor allem aus zwei Gründen interessant: Zum einen ist die Auswahl internationaler Indexmärkte ungewöhnlich groß. Zum anderen können CFD-Trader neben der IG-eigenen Plattform weiterhin MetaTrader 4 nutzen.

Hinzu kommen erweiterte Handelszeiten und spezielle Wochenendmärkte. Damit unterscheidet sich das Angebot in einigen Punkten beispielsweise von XTB, das beim Trading auf seine eigene xStation setzt.

Dieser Beitrag konzentriert sich deshalb bewusst auf die Eigenschaften des IG-CFD-Kontos und wiederholt nicht die allgemeinen Grundlagen zur Funktionsweise von CFDs.

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Optionen und CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 72 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

IG ist seit mehr als 50 Jahren am Markt

Die Geschichte von IG reicht bis 1974 zurück. Hinter dem deutschen Angebot steht die internationale IG Group. Die Gruppe ist börsennotiert; nach Angaben des Unternehmens bleiben ihre Aktien auch im Zuge der 2026 angekündigten neuen Holdingstruktur an der London Stock Exchange gelistet. Im Juli 2026 bezeichnete sich die IG Group außerdem als FTSE-100-Unternehmen mit mehr als 1,3 Millionen Kunden über ihre verschiedenen Konzernmarken.

Für deutsche Kunden ist dagegen die IG Europe GmbH entscheidend. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und wird nach Angaben von IG von der BaFin und der Deutschen Bundesbank autorisiert und reguliert.

Die lange Unternehmensgeschichte oder eine Börsennotierung bedeuten nicht, dass CFDs dadurch weniger riskant werden. Sie sind jedoch relevante Merkmale, wenn man die Unternehmensstruktur eines Brokers beurteilen möchte.

Welche CFDs bietet IG an?

Über CFDs können bei IG zahlreiche Basiswerte aus unterschiedlichen Anlageklassen gehandelt werden. Dazu zählen insbesondere Aktienindizes, Forex, Aktien, Rohstoffe und Kryptowährungen. IG gibt für sein CFD-Angebot Zugang zu mehr als 17.000 Märkten an.

Für mich sticht dabei insbesondere der Indexbereich heraus.

IG führt aktuell 81 Indexmärkte für CFDs. Neben Deutschland 40, Wall Street, US 500, US Tech 100, FTSE 100, Japan 225 und Hong Kong HS50 werden auch deutlich weniger verbreitete Märkte angeboten.

Dazu gehört beispielsweise der Südafrika 40 oder Norwegen25.

Auch auf der Aktienseite ist die internationale Auswahl groß. So sind beispielsweise kanadische Aktien als handelbare Märkte vorhanden.

Für Trader, die ohnehin nur DAX, Nasdaq und Dow Jones handeln, ist die Anzahl der angebotenen Märkte natürlich nicht automatisch entscheidend. Wer jedoch gelegentlich andere Länder oder regionale Marktbewegungen handeln möchte, erhält bei IG eine ungewöhnlich breite Auswahl.

MetaTrader 4 bei IG

Einer der wichtigsten Unterschiede zu einigen anderen CFD-Anbietern ist für mich die Unterstützung des MetaTrader 4 (MT4).

IG ermöglicht den CFD-Handel über MT4 und bietet dafür unter anderem Echtzeit-Charts, technische Indikatoren sowie Funktionen für algorithmisches Trading. Zusätzlich stellt IG verschiedene MT4-Indikatoren und Erweiterungen zur Verfügung.

Das ist vor allem für Trader interessant, die MetaTrader bereits kennen und ihre bestehende Arbeitsweise nicht vollständig auf eine proprietäre Brokerplattform umstellen möchten.

Wer beispielsweise eigene Chartlayouts, Indikatoren oder Expert Advisors verwendet, kann eine etablierte MT4-Umgebung gegenüber einem vollständigen Plattformwechsel bevorzugen.

Daneben bietet IG weiterhin eine eigene webbasierte Handelsplattform und eine Mobile-App an. Bei Index-CFDs nennt IG ausdrücklich Webplattform, Mobile-App und MT4 als verfügbare Plattformen.

Damit besteht eine echte Wahlmöglichkeit zwischen der brokerinternen Plattform und einer weit verbreiteten Drittanbieter-Handelssoftware.

IG im Vergleich zu XTB bei der Plattformwahl

IG und XTB müssen dabei nicht als direkte Gegensätze betrachtet werden. Beide setzen lediglich unterschiedliche Schwerpunkte.

XTB konzentriert sich auf seine eigene xStation, während IG neben seiner eigenen Plattform zusätzlich MetaTrader 4 anbietet.

Für Trader, die ohnehin gerne mit xStation arbeiten, ist das kein Nachteil. Wer dagegen bereits seit Jahren MetaTrader verwendet, erhält bei IG eine Möglichkeit, diese Plattform weiter zu nutzen.

Genau dieser Punkt kann bei der Brokerwahl wichtiger sein als minimale Unterschiede bei einzelnen Spreads.

Große Auswahl an Index-CFDs

Gerade für Index-Trader lohnt sich ein genauer Blick auf das IG-Angebot.

Bei den großen Märkten nennt IG aktuell beispielsweise Deutschland 40, Wall Street, US 500, US Tech 100, FTSE 100, Hong Kong HS50 und Japan 225. Insgesamt stehen laut IG 81 Indexmärkte für CFDs zur Verfügung.

Die Auswahl geht damit deutlich über die klassischen europäischen und amerikanischen Leitindizes hinaus.

Interessant ist das beispielsweise für Trader, die gezielt regionale Bewegungen handeln oder verschiedene globale Handelszeiten nutzen möchten. Der zuvor erwähnte Südafrika 40 ist ein Beispiel für einen Markt, der nicht bei jedem CFD-Broker selbstverständlich zum Standardangebot gehört.

Spreads bei ausgewählten IG-Indizes

Die tatsächlichen Handelskosten hängen vom jeweiligen Markt und von der Marktsituation ab. IG veröffentlicht für seine Index-CFDs Mindestspreads.

Zum Stand August 2026 nennt IG beispielsweise folgende Mindestwerte:

Index CFD-Mindestspread MT4-Mindestspread
Deutschland 40 1,2 Punkte 1,2 Punkte
Wall Street 2,8 Punkte 2,8 Punkte
US Tech 100 1,6 Punkte 1,6 Punkte
US 500 0,7 Punkte 0,7 Punkte
FTSE 100 1 Punkt 1 Punkt
Hong Kong HS50 5 Punkte 5 Punkte

Die Angaben stammen aus der aktuellen IG-Produktübersicht und können sich verändern. Entscheidend sind deshalb immer die zum Zeitpunkt eines Trades tatsächlich angezeigten Konditionen.

Gerade in volatilen Marktphasen sollte nicht davon ausgegangen werden, dass ein ausgewiesener Mindestspread dauerhaft verfügbar ist.

Auch weniger alltägliche internationale Indizes sind handelbar

Die große Auswahl an Index-CFDs gehört aus meiner Sicht zu den interessanteren Eigenschaften von IG. Neben Deutschland 40, Wall Street, US Tech 100 oder US 500 stehen auch verschiedene Märkte zur Verfügung, die bei einem klassischen CFD-Angebot weniger im Vordergrund stehen.

Dazu gehören beispielsweise der Norwegen 25 auf den OBX, der Taiwan Index auf den MSCI Taiwan, der Südafrika 40 sowie europäische Märkte wie Frankreich 40 und Niederlande 25. Darüber hinaus können mit dem VIX und dem europäischen VSTOXX auch Volatilitätsindizes gehandelt werden.

Eine Auswahl der von IG veröffentlichten Handelsspreads zeigt die folgende Tabelle:

Markt bei IG Referenzmarkt Handelsspread laut IG* Haupt-Handelszeit
Frankreich 40 CAC 40 ab 1 Punkt** 09:00–17:30 Uhr
Niederlande 25 AEX ab 0,1 Punkten 09:00–17:30 Uhr
Norwegen 25 OBX ab 0,5 Punkten** 09:00–15:20 Uhr
Taiwan Index MSCI Taiwan ab 0,4 Punkten 01:45–06:45 Uhr
Südafrika 40 FTSE/JSE Top 40 ab 8 Punkten** 07:30–16:30 Uhr
China A50 FTSE/Xinhua A50 ab 10 Punkten** mehrere Handelssitzungen
Volatilität Index (VIX), undatiert VIX 0,08 Punkte nahezu durchgehend werktags
EU Volatilität Index VSTOXX 0,16 Punkte 08:05–22:00 Uhr

*Stand August 2026. Spreads können sich abhängig von Handelszeit, Liquidität und Volatilität verändern.
**Bei den von IG mit einem Sternchen gekennzeichneten variablen Spreads wird der angegebene IG-Spread zum Spread des zugrunde liegenden Marktes hinzugerechnet.
Gerade VIX und VSTOXX sind dabei eine Besonderheit. Hier wird nicht einfach der jeweilige Kassastand des Volatilitätsindex nachgebildet. IG orientiert die Preisbildung der undatierten Volatilitätskontrakte an einer ähnlichen Methodik wie bei undatierten Rohstoffmärkten. Dadurch kann zwischen dem IG-Kurs und dem unmittelbar angezeigten Indexstand eine Differenz bestehen.

Für Trader, die gelegentlich über die großen US-amerikanischen und europäischen Leitindizes hinausgehen möchten, ist diese Marktbreite ein interessanter Unterschied zu einem auf wenige Standardindizes konzentrierten CFD-Angebot.

Forex-Handel bei IG

IG bietet neben Index-CFDs auch ein umfangreiches Forex-Angebot. Bei den großen Währungspaaren liegen die veröffentlichten Mindestspreads teilweise unter einem Pip. Der tatsächlich handelbare Spread kann sich allerdings insbesondere bei Nachrichten, geringer Liquidität oder höherer Marktvolatilität ausweiten.

Forex-Paar Minimum Spread laut IG
EUR/USD 0,9 Pips
GBP/USD 0,9 Pips
USD/JPY 0,7 Pips
EUR/GBP 0,9 Pips
USD/CAD 1,3 Pips
EUR/JPY 1,5 Pips
AUD/USD 0,6 Pips

Quelle und Stand: IG-Produktinformationen, August 2026.

Neben diesen bekannten Paaren können auch zahlreiche Cross-Rates und weniger alltägliche Währungen gehandelt werden. Die Produktinformationen von IG führen beispielsweise EUR/ZAR, USD/ZAR, verschiedene SGD-Paare sowie Offshore-Renminbi-Paare auf.

Interessant ist außerdem, dass IG bestimmte Forex-Märkte auch am Wochenende quotiert. Für Wochenend-EUR/USD und Wochenend-USD/JPY werden separate Kontrakte angeboten. Diese sind allerdings nicht mit dem normalen Interbankenhandel während der regulären Handelswoche gleichzusetzen.

Auch Anleihen können über CFDs gehandelt werden

Weniger bekannt ist, dass IG auch CFDs auf Anleihen und Zinsmärkte anbietet. Damit kann beispielsweise auf Veränderungen beim deutschen Bund-Future, bei französischen oder italienischen Staatsanleihen sowie bei US-Treasury-Kontrakten spekuliert werden.

Dabei werden keine echten Anleihen gekauft. Die von IG angebotenen Kontrakte sind CFDs, die ein Engagement gegenüber Veränderungen der entsprechenden Anleihewerte ermöglichen und finanziell abgerechnet werden. Eine Lieferung der zugrunde liegenden Anleihe findet nicht statt.

Anleihen-CFD Handelsspread laut IG Margin Privatkunden
Schatz 1 Punkt 20 %
Bobl 2 Punkte 20 %
Bund 2 Punkte 20 %
Buxl 2 Punkte 20 %
Französische OAT 4 Punkte 20 %
Italienische BTP 4 Punkte 20 %
US 2-Year T-Note 2 Punkte 20 %
US 5-Year T-Note 2 Punkte 20 %
US 10-Year T-Note 4 Punkte 20 %

Stand August 2026. Die tatsächlichen Spreads können sich insbesondere bei veränderten Marktbedingungen oder unterschiedlicher Liquidität ausweiten.

Für Trader kann dieser Bereich beispielsweise interessant sein, wenn gezielt auf Veränderungen der langfristigen Marktzinsen oder auf Reaktionen am Anleihemarkt nach Notenbankentscheidungen spekuliert werden soll.

Ein Anleihen-CFD ist dabei klar von einer langfristigen Geldanlage in einer Bundesanleihe oder Unternehmensanleihe zu unterscheiden: Der Anleger erwirbt keinen verzinslichen Schuldtitel und hat keinen Anspruch auf Kuponzahlungen oder Rückzahlung zum Nennwert.

Kryptowährungs-CFDs bei IG

Auch Kryptowährungen können über das CFD-Konto gehandelt werden. IG bietet neben Bitcoin und Ether unter anderem Litecoin, Bitcoin Cash, Solana, Cardano, Dogecoin und weitere Kryptowährungsmärkte sowie einen eigenen Krypto-10-Index an.

Kryptowährungs-CFD Minimum Spread laut IG
Bitcoin (USD) 36 Punkte
Ether (USD) 1,2 Punkte
Bitcoin Cash (USD) 2 Punkte
Litecoin (USD) 0,4 Punkte
Solana 1,6 Punkte
Avalanche 0,4 Punkte
Dogecoin 0,17 Punkte
Krypto 10 Index 38 Punkte

Stand August 2026. Die von IG veröffentlichten Minimum Spreads können sich bei hoher Volatilität und größeren Positionen deutlich ausweiten.

Für Kleinanleger beträgt die anfängliche Margin bei diesen Kryptowährungs-CFDs laut den aktuellen IG-Produktinformationen 50 %. Damit ist die maximale Hebelwirkung deutlich geringer als beispielsweise bei großen Forex-Paaren oder wichtigen Aktienindizes.

Auch die Handelszeiten unterscheiden sich von klassischen Börsenmärkten. IG führt die Kryptomärkte grundsätzlich als 24-Stunden-Märkte, weist allerdings auf eine wöchentliche Unterbrechung zwischen Freitag 23:00 Uhr und Samstag 09:00 Uhr MEZ hin.

Wichtig für MetaTrader-Nutzer: Nicht das gesamte Kryptowährungsangebot ist automatisch über MT4 verfügbar. In den aktuellen separaten MT4-Produktinformationen von IG werden Bitcoin, Bitcoin Cash, Ether und Litecoin aufgeführt. Wer eine bestimmte Kryptowährung über MT4 handeln möchte, sollte daher zuvor prüfen, ob der jeweilige Markt auch auf dieser Plattform verfügbar ist.

Wie bei allen Krypto-CFDs findet kein Kauf der eigentlichen Kryptowährung statt. Damit werden beispielsweise keine Bitcoin in eine eigene Wallet übertragen. Stattdessen wird ausschließlich die Kursentwicklung über einen Differenzkontrakt gehandelt.

Finanzierungskosten bei über Nacht gehaltenen CFD-Positionen

Neben dem Spread sind bei CFDs mögliche Finanzierungskosten zu beachten.

IG berechnet bei Kassa-CFDs, die nach 23:00 Uhr MEZ weiterhin offen sind, eine Finanzierungsanpassung. Bei Long-Positionen basiert diese unter anderem auf dem jeweiligen Interbankensatz zuzüglich einer IG-Marge. Die genaue Berechnung unterscheidet sich je nach Basiswert.

Für Futures- und Forward-basierte Kontrakte fallen laut IG dagegen keine separaten Übernachtfinanzierungsgebühren an. Die Finanzierung ist dort in der Preisstruktur enthalten und die Spreads sind typischerweise breiter.

Für reines Day-Trading spielen Übernachtfinanzierungskosten naturgemäß eine geringere Rolle. Wer Positionen dagegen regelmäßig mehrere Tage hält, sollte diesen Kostenpunkt berücksichtigen.

Margin und Hebel bei Index-CFDs

CFDs werden mit Margin gehandelt. Der Trader hinterlegt also nur einen Teil des gesamten Positionswertes.

Für Kleinanleger nennt IG beispielsweise bei Deutschland 40, Wall Street, US Tech 100, FTSE 100 und US 500 aktuell eine Margin von 5 Prozent. Das entspricht einer maximalen Hebelwirkung von 1:20. Beim Hong Kong HS50 werden 10 Prozent beziehungsweise 1:10 ausgewiesen.

Der Hebel wirkt dabei in beide Richtungen. Schon kleine Kursbewegungen können deshalb bezogen auf das eingesetzte Kapital erhebliche Gewinne oder Verluste verursachen.

Die europäischen CFD-Schutzmaßnahmen sehen für Kleinanleger je nach Basiswert unterschiedliche maximale Hebel sowie Margin-Close-out-Regeln und einen Negativsaldoschutz vor.

CFD-Handel am Wochenende

Eine Besonderheit von IG ist der Wochenendhandel.

Aktuell stehen spezielle Wochenendmärkte unter anderem für Deutschland 40, Wall Street, US Tech 100, UK 100 und Hong Kong HS50 zur Verfügung. Außerdem bietet IG Wochenendhandel auf ausgewählte Forex-Paare und Kryptowährungen an.

Das kann beispielsweise interessant werden, wenn am Samstag oder Sonntag ein außergewöhnliches politisches, geopolitisches oder wirtschaftliches Ereignis eintritt.

Wichtig ist allerdings die Funktionsweise: Der reguläre DAX- oder Dow-Future wird dadurch nicht plötzlich am Wochenende an seiner normalen Börse gehandelt.

IG stellt für die Wochenendmärkte eigene Kurse. Nach Angaben des Brokers basiert die Preisbildung unter anderem auf den zugrunde liegenden Marktbedingungen, der Volatilität, aktuellen Nachrichten und der Aktivität der IG-Kunden.

Damit können sich Wochenendkurse von der späteren regulären Markteröffnung unterscheiden.

Ich würde den Wochenendhandel deshalb weniger als alltägliches Tradinginstrument betrachten, sondern eher als zusätzliche Möglichkeit für besondere Situationen.

Erweiterte Handelszeiten können für Index-Trader interessant sein

Auch außerhalb des eigentlichen Wochenendhandels bietet IG bei verschiedenen Indexmärkten lange Handelszeiten.

Das kann gerade bei internationalen Ereignissen relevant sein. Wirtschaftsdaten, Unternehmensmeldungen oder politische Entwicklungen richten sich schließlich nicht nach den regulären Handelszeiten einer einzelnen europäischen Börse.

Wer beispielsweise einen US-Index handelt, möchte unter Umständen bereits auf Bewegungen reagieren, bevor der Kassamarkt in New York offiziell öffnet.

Dabei ist jedoch immer zu beachten, dass Liquidität und Spreads außerhalb der besonders aktiven Handelszeiten anders ausfallen können.

Für welche Trader kann IG interessant sein?

Aus meiner Sicht eignet sich ein genauerer Blick auf IG insbesondere für Trader, die Index-CFDs handeln, eine große internationale Marktauswahl wünschen oder weiterhin mit MetaTrader 4 arbeiten möchten.

Auch die erweiterten Handelszeiten und Wochenendmärkte können ein Differenzierungsmerkmal sein.

Das bedeutet nicht automatisch, dass IG für jeden Trader die beste Wahl darstellt. Wer beispielsweise bereits zufrieden mit einer anderen Handelsplattform arbeitet und ausschließlich wenige Standardmärkte handelt, benötigt möglicherweise weder 81 Indexmärkte noch einen zusätzlichen MT4-Zugang.

Die Brokerwahl sollte deshalb immer vom tatsächlichen Trading-Stil ausgehen.

Regulierung des deutschen IG-Angebots

Das deutsche Angebot wird über die IG Europe GmbH in Frankfurt bereitgestellt. IG gibt an, dass die Gesellschaft von der BaFin und der Deutschen Bundesbank autorisiert und reguliert wird.

Davon zu unterscheiden ist die börsennotierte internationale Muttergruppe. Die IG Group wurde 1974 gegründet und ihre Aktien sind an der London Stock Exchange notiert. Im Juli 2026 bezeichnete die Gruppe sich als FTSE-100-Unternehmen.

Gerade bei einem Brokervergleich ist diese Unterscheidung wichtig: Vertragspartner des deutschen Kunden ist nicht einfach „die Börsenaktie IG Group“, sondern die dafür zuständige regulierte Konzerngesellschaft.

IG CFD-Konto eröffnen

Wer CFDs bei IG handeln möchte, kann zunächst auch ein Demokonto verwenden, um sich mit der Plattform und den angebotenen Märkten vertraut zu machen.

Wer ein Live-Konto eröffnet, sollte vor dem ersten Trade insbesondere die Marginanforderungen, tatsächlichen Spreads, möglichen Finanzierungskosten und das Risiko des jeweiligen Produkts prüfen.

Anzeige* Risiko-Hinweis: 72 % der Kleinanlegerkonten beim CFD-Handel mit diesem Anbieter Geld verlieren.

Fazit: IG vor allem für MT4- und Index-Trader interessant

IG gehört zu den lange etablierten Anbietern im CFD-Bereich. Besonders interessant finde ich die Kombination aus MetaTrader 4, eigener Handelsplattform, großer internationaler Indexauswahl und erweiterten Handelszeiten.

Mit aktuell 81 Indexmärkten deckt IG nicht nur DAX, Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 ab, sondern auch weniger alltägliche Märkte wie den Südafrika 40. Hinzu kommen spezielle Wochenendmärkte, über die ausgewählte Indizes auch samstags und sonntags gehandelt werden können.

Für Trader, die bereits mit MetaTrader 4 arbeiten oder besonders viel Wert auf internationale Indexmärkte legen, kann IG deshalb eine interessante Alternative zu CFD-Brokern mit ausschließlich proprietärer Handelssoftware sein.

Ob das Konto tatsächlich passt, sollte jedoch anhand der konkret gehandelten Märkte, Spreads, Finanzierungskosten und benötigten Funktionen entschieden werden.