Veröffentlicht: 25. September 2025 · Zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 Autor: Sebastian Fiedler 
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.

Zinseszinsrechner: Endkapital, Zinssatz und Laufzeit berechnen

Wie entwickelt sich ein einmal angelegtes Kapital über mehrere Jahre, wenn die erzielten Erträge regelmäßig wieder angelegt werden? Mit unserem Zinseszinsrechner können Sie unterschiedliche Szenarien für Zinsen, Renditen und reinvestierte Ausschüttungen simulieren.

Der Rechner kann dabei nicht nur das Endkapital ermitteln. Sie können umgekehrt auch berechnen, welches Anfangskapital, welcher Zinssatz oder welche Laufzeit erforderlich wäre, um ein bestimmtes finanzielles Ziel zu erreichen.

Neben jährlicher Verzinsung stehen auch halbjährliche, vierteljährliche und monatliche Verzinsungsintervalle zur Verfügung. Auch Laufzeiten wie beispielsweise 0,5, 1,5 oder 10,5 Jahre können berücksichtigt werden.

Was bedeutet Zinseszins?

Beim Zinseszins werden erzielte Erträge nicht entnommen, sondern dem vorhandenen Kapital zugeschlagen. Dadurch erwirtschaftet in der nächsten Periode nicht nur das ursprüngliche Kapital weitere Erträge, sondern auch der bereits entstandene Zuwachs.

Dieser Effekt verstärkt sich mit zunehmender Laufzeit. Wie stark er ausfällt, hängt insbesondere vom eingesetzten Kapital, der Rendite beziehungsweise dem Zinssatz, der Laufzeit und der Häufigkeit der Wiederanlage ab.

Zinseszins auch mit reinvestierten Dividenden simulieren

Ein ähnlicher Effekt kann bei Aktien entstehen, wenn ausgeschüttete Dividenden wieder investiert werden. Dadurch können zusätzliche Aktien- oder ETF-Anteile erworben werden, die später wiederum Ausschüttungen erhalten können.

Für eine vereinfachte Modellrechnung können Sie deshalb den Wert eines Portfolios als Anfangskapital und eine angenommene Dividendenrendite als Rendite eingeben.

Dabei handelt es sich bewusst um eine vereinfachte Simulation: Kursveränderungen, schwankende Dividenden, Steuern beim tatsächlichen Ausschüttungszeitpunkt und unterschiedliche Wiederanlagekurse werden nicht nachgebildet.

Zinseszins direkt berechnen

Wählen Sie, welchen Wert Sie berechnen möchten, und tragen Sie die übrigen Annahmen ein. Der Rechner kann Endkapital, benötigtes Anfangskapital, Zinssatz oder Laufzeit ermitteln.

Zinseszinsrechner

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Was möchtest du berechnen?

Hinweis zur Berechnung: Bei „Periodisch mit Wiederanlage“ werden innerhalb eines Jahres gutgeschriebene Erträge in folgenden Zinsperioden mitverzinst. Bei „Ohne unterjährigen Zinseszins“ erfolgt innerhalb eines Jahres keine zusätzliche Verzinsung bereits entstandener Erträge.

Hinweis zur Steuerberechnung: Die Steuerfunktion ist eine vereinfachte Modellrechnung. Der Rechner berücksichtigt den eingegebenen Steuersatz und einen jährlichen Freibetrag, bildet jedoch beispielsweise unterschiedliche Besteuerungszeitpunkte, Verlustverrechnung, Kirchensteuer sowie Besonderheiten von Investmentfonds und ETFs nicht vollständig ab.

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So funktioniert der Zinseszinsrechner

Mit dem Rechner können Sie unterschiedliche Zins- und Renditeszenarien simulieren. Dabei lässt sich nicht nur das zukünftige Endkapital ermitteln: Je nach gewähltem Berechnungsmodus kann der Rechner auch das erforderliche Anfangskapital, den benötigten Zinssatz oder die notwendige Laufzeit berechnen.

1. Anfangskapital

Das Anfangskapital ist der Betrag, der zu Beginn der Berechnung zur Verfügung steht.

Wenn Sie beispielsweise wissen möchten, wie sich 10.000 Euro bei einer bestimmten Verzinsung über zehn Jahre entwickeln, tragen Sie 10.000 Euro als Anfangskapital ein.

Alternativ kann der Rechner das erforderliche Anfangskapital selbst ermitteln. Dazu geben Sie stattdessen das gewünschte Endkapital, die Laufzeit und den angenommenen Zinssatz vor.

2. Jährlicher Zinssatz oder Dividendenrendite

Geben Sie den angenommenen jährlichen Zinssatz beziehungsweise die Rendite in Prozent ein.

Bei klassischen Zinsanlagen kann dies beispielsweise ein vereinbarter Jahreszinssatz sein. Für eine vereinfachte Dividenden-Simulation kann auch eine angenommene Dividendenrendite verwendet werden.

Beachten Sie dabei, dass eine konstante Dividendenrendite lediglich eine Modellannahme darstellt. In der Realität können sich Aktienkurse und Ausschüttungen verändern.

3. Laufzeit – auch unterjährige Zeiträume möglich

Die Laufzeit muss nicht aus ganzen Jahren bestehen.

Neben beispielsweise 5, 10 oder 20 Jahren können auch Werte wie

  • 0,5 Jahre,
  • 1,5 Jahre,
  • 5,25 Jahre oder
  • 10,5 Jahre

eingegeben werden.

Dadurch lassen sich auch Zeiträume simulieren, die nicht genau an einem Jahresende enden.

Umgekehrt kann der Rechner berechnen, wie lange es unter den gewählten Annahmen dauert, bis ein bestimmtes Endkapital erreicht wird.

4. Jährliche, halbjährliche, vierteljährliche oder monatliche Verzinsung

Über das Verzinsungsintervall bestimmen Sie, wie häufig innerhalb eines Jahres Erträge gutgeschrieben beziehungsweise für die Modellrechnung berücksichtigt werden.

Zur Auswahl stehen:

  • jährlich: eine Zinsperiode pro Jahr
  • halbjährlich: zwei Zinsperioden pro Jahr
  • vierteljährlich: vier Zinsperioden pro Jahr
  • monatlich: zwölf Zinsperioden pro Jahr

Bei einer periodischen Wiederanlage können häufiger gutgeschriebene Erträge bereits innerhalb desselben Jahres wieder an der weiteren Verzinsung teilnehmen.

Dadurch kann bei gleichem nominalen Jahreszinssatz ein höheres effektives Jahresergebnis entstehen.

5. Zwei Berechnungsmethoden

Der Rechner bietet zwei Varianten für die Behandlung unterjähriger Erträge.

Periodisch mit Wiederanlage

Bei dieser Einstellung werden innerhalb des Jahres entstandene Erträge nach jeder gewählten Zinsperiode dem Kapital zugeschlagen. Sie können anschließend selbst wieder Erträge erwirtschaften.

Beispiel: Bei vierteljährlicher Verzinsung wird der Jahreszinssatz auf vier Zinsperioden verteilt. Nach jeder Periode wird der entstandene Ertrag dem Kapital zugerechnet und steht damit für die nächste Periode zur Verfügung.

Ohne unterjährigen Zinseszins

Bei dieser Variante wird innerhalb eines Jahres kein zusätzlicher Zinseszinseffekt aus bereits entstandenen Erträgen berücksichtigt.

Damit können Sie untersuchen, welchen Unterschied die unterjährige Wiederanlage im jeweiligen Szenario ausmacht.

6. Steuern vereinfacht berücksichtigen

Der Rechner ermöglicht zusätzlich eine vereinfachte Berücksichtigung von Steuern auf positive Kapitalerträge.

Dazu stehen zwei Eingaben zur Verfügung:

Steuersatz auf Kapitalerträge:
Hier können Sie einen angenommenen prozentualen Steuersatz hinterlegen. Möchten Sie die Entwicklung vor Steuern betrachten, können Sie 0 % eintragen.

Jährlicher Steuerfreibetrag:
Erträge bis zum eingegebenen Freibetrag werden in der Modellrechnung nicht besteuert. Erst darüber hinausgehende positive Erträge werden mit dem eingestellten Steuersatz belastet.

Die Berechnung stellt keine vollständige steuerliche Simulation dar. Tatsächliche steuerliche Ergebnisse können insbesondere durch die Art der Kapitalanlage, Besteuerungszeitpunkte, Verlustverrechnung und weitere steuerliche Regelungen abweichen.

7. Vier Berechnungen mit einem Rechner

Ein besonderer Vorteil des Rechners besteht darin, dass Sie nicht nur das Endkapital berechnen können.

Endkapital berechnen:
Sie kennen Anfangskapital, Zinssatz und Laufzeit und möchten wissen, welches Kapital daraus entstehen könnte.

Anfangskapital berechnen:
Sie geben ein gewünschtes Endkapital vor und berechnen, welches Anfangskapital dafür unter den gewählten Annahmen erforderlich wäre.

Zinssatz berechnen:
Sie kennen Anfangskapital, gewünschtes Endkapital und Laufzeit. Der Rechner ermittelt daraus den erforderlichen jährlichen Zinssatz.

Laufzeit berechnen:
Sie geben Anfangskapital, Zinssatz und gewünschtes Endkapital vor. Der Rechner ermittelt, nach welcher modellierten Laufzeit das Ziel erreicht wird.

Gerade diese Rückwärtsberechnungen ermöglichen es, verschiedene finanzielle Zielsetzungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu untersuchen.

Dividenden und Zinseszins: Was bildet der Rechner ab?

Bei Dividenden entsteht ein Zinseszinseffekt nicht automatisch durch die Ausschüttung selbst. Entscheidend ist, dass die erhaltenen Beträge wieder investiert werden.

Werden Dividenden zur Anschaffung weiterer Anteile verwendet, können diese zusätzlichen Anteile später ebenfalls Ausschüttungen erhalten. Auf diese Weise kann ein langfristiger Wiederanlageeffekt entstehen.

Der Rechner kann diesen Zusammenhang vereinfacht modellieren. Er unterstellt dabei jedoch eine konstante Rendite und einen gleichmäßigen Wiederanlageprozess. Tatsächliche Aktienkurse, Dividendenerhöhungen oder -kürzungen sowie unterschiedliche Wiederanlagekurse werden nicht prognostiziert.

FAQ zum Zinseszinsrechner

Kann ich auch eine Laufzeit von einem halben Jahr eingeben?

Ja. Der Rechner akzeptiert auch nicht-ganzzahlige Laufzeiten. Für ein halbes Jahr können Sie beispielsweise 0,5 Jahre eingeben. Auch Zeiträume wie 1,5 oder 10,5 Jahre lassen sich berechnen.

Was ist der Unterschied zwischen jährlicher und monatlicher Verzinsung?

Bei jährlicher Verzinsung erfolgt innerhalb des Jahres eine Zinsperiode. Bei monatlicher Verzinsung werden zwölf Zinsperioden simuliert. Bei aktivierter periodischer Wiederanlage können bereits gutgeschriebene Erträge in den folgenden Monaten ebenfalls verzinst werden.

Kann ich mit dem Rechner Dividenden simulieren?

Ja, als vereinfachtes Modell. Dazu können Sie das vorhandene Portfolio als Anfangskapital und eine angenommene Dividendenrendite als Rendite verwenden. Der Rechner unterstellt dabei eine Wiederanlage der Erträge. Kursveränderungen und schwankende Dividenden werden nicht berücksichtigt.

Werden Steuern automatisch exakt berechnet?

Nein. Die Steuerfunktion ist eine vereinfachte Modellrechnung auf Grundlage des eingegebenen Steuersatzes und Freibetrags. Die individuelle steuerliche Behandlung einer konkreten Kapitalanlage kann davon abweichen.

Kann der Rechner auch den erforderlichen Zinssatz berechnen?

Ja. Wenn Anfangskapital, gewünschtes Endkapital und Laufzeit bekannt sind, kann der Rechner den dafür erforderlichen modellierten Jahreszinssatz ermitteln.