Veröffentlicht: 18. Juni 2026 · Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026
Autor: S. Fiedler 
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.

Kassamarkt einfach erklärt: Unterschied zu Terminmarkt, Futures und Handelszeiten

Der Kassamarkt ist der Markt, an dem Finanzinstrumente grundsätzlich zur zeitnahen Lieferung und Abrechnung gehandelt werden. Dazu gehören zum Beispiel Aktien, ETFs, Anleihen, Devisen oder Rohstoffe, sofern sie nicht als Termingeschäft für einen späteren Zeitpunkt abgeschlossen werden.

Im Börsenalltag wird der Begriff häufig als Gegenstück zum Terminmarkt verwendet. Am Kassamarkt steht der aktuelle Handel im Vordergrund. Am Terminmarkt geht es dagegen um Geschäfte, die sich auf einen späteren Zeitpunkt beziehen, etwa Futures oder Optionen.

Für Trader ist diese Unterscheidung wichtig. Denn der Kassamarkt zeigt, wo echte Aktien, ETFs oder andere Basiswerte während der regulären Börsenzeit gehandelt werden. Futures können dagegen oft deutlich länger handeln und sich auch dann bewegen, wenn der eigentliche Aktien-Kassamarkt geschlossen ist.

Was ist der Kassamarkt?

Der Kassamarkt ist der Markt für sogenannte Kassageschäfte. Dabei werden Wertpapiere, Devisen oder andere Finanzinstrumente zum aktuellen Marktpreis gekauft oder verkauft und anschließend zeitnah erfüllt.

Bei Aktien bedeutet das: Ein Käufer erwirbt eine Aktie am Markt, der Verkäufer liefert die Aktie, und die Abrechnung erfolgt nach den Regeln des jeweiligen Handelsplatzes.

Typische Kassamärkte sind:

  • Aktienmärkte,
  • ETF-Handel,
  • Anleihehandel,
  • Devisen-Spotmarkt,
  • Rohstoff-Spotmärkte,
  • Börsenplätze wie Xetra, Frankfurt, NYSE, Nasdaq, Tokyo Stock Exchange oder Hong Kong Stock Exchange.

Der Begriff „Kassa“ verweist also auf den aktuellen Markt. Im Englischen wird häufig von cash market oder spot market gesprochen.

Kassamarkt und Spotmarkt: Gibt es einen Unterschied?

Im praktischen Sprachgebrauch werden Kassamarkt und Spotmarkt häufig ähnlich verwendet.

Beide Begriffe beschreiben Märkte, auf denen ein Geschäft zum aktuellen Preis abgeschlossen und zeitnah abgewickelt wird.

Bei Aktien spricht man im deutschsprachigen Raum oft vom Kassamarkt. Bei Devisen und Rohstoffen ist der Begriff Spotmarkt besonders verbreitet. Gemeint ist jeweils der aktuelle Markt im Unterschied zu einem Terminmarkt.

Ein Beispiel:

Wenn Sie eine Aktie während der regulären Börsenzeit über Xetra kaufen, handeln Sie am Kassamarkt. Wenn Sie dagegen einen DAX-Future kaufen, handeln Sie ein Terminkontraktprodukt auf einen zukünftigen Erfüllungszeitpunkt.

Unterschied zwischen Kassamarkt und Terminmarkt

Der wichtigste Unterschied liegt im Zeitpunkt der Erfüllung und in der Produktstruktur.

Am Kassamarkt werden Instrumente zum aktuellen Marktpreis gehandelt. Die Abwicklung erfolgt zeitnah nach den Regeln des jeweiligen Marktes.

Am Terminmarkt werden Verträge gehandelt, deren Erfüllung oder Bewertung auf einen späteren Zeitpunkt bezogen ist. Dazu gehören Futures, Optionen und andere Derivate.

Merkmal Kassamarkt Terminmarkt
Grundidee aktueller Kauf oder Verkauf Vertrag mit Bezug auf spätere Erfüllung
Typische Produkte Aktien, ETFs, Anleihen, Spot-Devisen Futures, Optionen, Forwards
Preisbezug aktueller Kassapreis Terminpreis
Laufzeit keine feste Kontraktlaufzeit bei Aktien/ETFs feste Laufzeiten bei Futures/Optionen
Margin bei normalem Aktienkauf meist vollständige Finanzierung häufig Margin- und Hebelmechanik
Handelszeiten abhängig vom jeweiligen Kassamarkt oft längere Handelszeiten

Der Kassamarkt zeigt also eher den aktuellen Handel im Basiswert. Der Terminmarkt zeigt Erwartungen, Absicherungsgeschäfte und Spekulationen auf künftige Preisentwicklungen.

Warum Futures vom Kassamarkt abweichen können

Futures und Kassamärkte bewegen sich oft eng miteinander, aber sie sind nicht identisch.

Ein DAX-Future kann zum Beispiel schon reagieren, bevor Xetra öffnet. US-Index-Futures können sich bewegen, während der US-Aktienmarkt noch geschlossen ist. Dadurch entstehen vorbörsliche Hinweise auf mögliche Eröffnungen.

Der Future-Preis kann vom Kassamarkt abweichen, weil mehrere Faktoren eine Rolle spielen:

  • Zinsen,
  • Dividenden,
  • Restlaufzeit,
  • Finanzierungskosten,
  • Markterwartungen,
  • Liquidität,
  • Absicherungsbedarf institutioneller Marktteilnehmer.

Ein Future ist deshalb nicht einfach „der gleiche Markt mit längerer Öffnungszeit“. Er ist ein eigenes Derivat mit eigener Preisbildung.

Trotzdem beobachten viele Trader Futures, weil sie Hinweise darauf geben können, wie der Kassamarkt später eröffnet oder in welche Richtung sich kurzfristige Erwartungen verschieben.

Warum der Kassamarkt für Trader wichtig ist

Der Kassamarkt ist für Trader aus mehreren Gründen wichtig.

  • Erstens zeigt er die tatsächliche Liquidität im Basiswert. Wenn der DAX-Kassamarkt auf Xetra geöffnet ist, handeln die im Index enthaltenen Aktien tatsächlich. Vorbörsliche Indikationen oder Futures können zwar Hinweise geben, ersetzen aber nicht den echten Aktienhandel.
  • Zweitens entstehen wichtige Kursmarken oft während der Kassamarktzeiten. Eröffnungskurse, Tageshochs, Tagestiefs, Schlusskurse, Unterstützungen und Widerstände aus dem Kassamarkt werden von vielen Marktteilnehmern beachtet.
  • Drittens können Spreads, Volumen und Volatilität je nach Handelszeit stark variieren. Direkt zur Eröffnung können Bewegungen dynamischer sein. In ruhigeren Phasen kann die Liquidität anders verteilt sein. Zum Handelsschluss nehmen Aktivitäten häufig wieder zu.

Für Daytrader bedeutet das: Es ist nicht egal, ob ein Signal während der aktiven Kassamarktzeit entsteht oder nur in einer dünneren vor- oder nachbörslichen Phase.

Kassamarktzeiten wichtiger Aktienmärkte

Die folgenden Zeiten beziehen sich vereinfacht auf die regulären Kassamarktzeiten der zugrunde liegenden Aktienmärkte. Feiertage, verkürzte Handelstage, Auktionsphasen, Sommerzeitumstellungen und spezielle Handelssegmente können abweichen.

Stand: Juni 2026.

Markt / Indexbezug Wichtiger Kassamarkt Lokale reguläre Handelszeit In deutscher Zeit
DAX Xetra / Deutsche Börse 09:00–17:30 Uhr Deutschland 09:00–17:30 Uhr
Dow Jones / S&P 500 NYSE 09:30–16:00 Uhr New York meist 15:30–22:00 Uhr
Nasdaq 100 Nasdaq / US-Aktienmarkt 09:30–16:00 Uhr New York meist 15:30–22:00 Uhr
Nikkei 225 Tokyo Stock Exchange 09:00–11:30 und 12:30–15:30 Uhr Tokio ca. 01:00–07:30 Uhr MEZ / 02:00–08:30 Uhr MESZ
Hang Seng Hong Kong Stock Exchange 09:30–12:00 und 13:00–16:00 Uhr Hongkong ca. 02:30–09:00 Uhr MEZ / 03:30–10:00 Uhr MESZ
China A-Shares Shanghai / Shenzhen 09:30–11:30 und 13:00–15:00 Uhr China ca. 02:30–08:00 Uhr MEZ / 03:30–09:00 Uhr MESZ
Australien / ASX 200 Australian Securities Exchange ca. 10:00–16:00 Uhr Sydney je nach Sommerzeit ca. 00:00–08:00 Uhr

Die deutsche Zeitangabe ist nur eine Orientierung. Besonders bei den USA und Australien verschieben sich die Zeiten zeitweise, weil Sommerzeitumstellungen nicht überall gleichzeitig stattfinden. Bezüglich der US Märkte gibt es also jährlich zwei Zeitkorridore, in denen über 1-3 Wochen Die amerikanischen Kassamärkte eine Stunde früher nach mitteleuropäischer Zeit Öffnen. 

Während der europäischen Winterzeit startet die Tokyoer Börse bereits um 1 Uhr Nachts - im Sommer um 2 Uhr.

Warum Indizes selbst nicht einfach „geöffnet“ sind

Ein Index wie DAX, Dow Jones, Nasdaq 100 oder Nikkei 225 ist zunächst eine Berechnung. Er bildet die Entwicklung bestimmter Aktien ab. Gehandelt werden nicht der Index selbst, sondern die zugrunde liegenden Aktien oder Produkte auf den Index.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Aktien im Index,
  • ETFs auf den Index,
  • Futures auf den Index,
  • Optionen,
  • Optionsscheine,
  • CFDs,
  • Zertifikate.

Wenn man sagt „der DAX ist geöffnet“, meint man im Alltag meist den regulären Aktienhandel der DAX-Werte über Xetra. Wenn man sagt „der Nasdaq-Future steigt“, meint man dagegen ein Terminmarktprodukt auf einen US-Index.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil verschiedene Produkte unterschiedliche Handelszeiten, Spreads, Risiken und Preisbildungsmechanismen haben.

Kassamarkt, Vorbörse und Nachbörse

Viele Aktien können nicht nur während der regulären Kassamarktzeiten gehandelt werden. Es gibt auch vorbörsliche und nachbörsliche Handelsphasen.

In diesen Zeiten kann es jedoch Unterschiede geben:

  • weniger Liquidität,
  • größere Spreads,
  • stärkere Kurssprünge,
  • geringere Markttiefe,
  • andere Handelsplätze,
  • eingeschränkte Orderausführung.

Für Anleger kann das bedeuten: Ein Kurs außerhalb der Hauptbörse wirkt zwar handelbar, ist aber nicht immer genauso aussagekräftig wie ein Kurs während der regulären Hauptsession.

Besonders bei marktengen Aktien oder nach wichtigen Nachrichten können vor- und nachbörsliche Kurse stark schwanken.

Kassamarkt und Liquidität

Liquidität beschreibt, wie leicht ein Wertpapier zu fairen Preisen gekauft oder verkauft werden kann.

Ein liquider Kassamarkt hat meist:

  • viele Käufer und Verkäufer,
  • enge Spreads,
  • hohe Umsätze,
  • gute Markttiefe,
  • schnellere Ausführung.

Ein weniger liquider Markt kann dagegen größere Spreads und stärkere Kurssprünge aufweisen.

Die Liquidität ist für Trader besonders wichtig. Denn ein gutes Setup nützt wenig, wenn der Einstieg oder Ausstieg nur zu ungünstigen Preisen möglich ist.

Auch für langfristige Anleger spielt Liquidität eine Rolle. Wer ETFs, Aktien oder Anleihen kauft, sollte nicht nur auf den angezeigten Kurs schauen, sondern auch auf Spread, Handelsplatz und Orderart.

Beispiel: DAX-Kassamarkt und DAX-Future

Der DAX-Kassamarkt bezieht sich auf den Handel der DAX-Aktien, vor allem über Xetra. Die reguläre Xetra-Zeit ist für viele Marktteilnehmer die wichtigste Phase für die Preisbildung deutscher Standardwerte.

Der DAX-Future wird dagegen an der Terminbörse gehandelt. Er kann auch außerhalb der Xetra-Kassamarktzeiten wichtige Bewegungen zeigen.

Ein Beispiel:

Vor der Xetra-Eröffnung bewegen sich DAX-Futures aufgrund von US-Vorgaben, asiatischen Märkten oder Nachrichten. Daraus kann eine Indikation für die DAX-Eröffnung entstehen. Erst mit dem Start des Kassamarkts handeln aber die DAX-Aktien selbst in größerer Breite.

Deshalb nutzen Trader Futures oft als Orientierung, sollten sie aber nicht mit dem Kassamarkt gleichsetzen.

Beispiel: US-Kassamarkt und Nasdaq-Futures

Ähnlich ist es bei den USA.

Der US-Aktien-Kassamarkt für große Aktien an NYSE und Nasdaq läuft regulär während der US-Hauptsession. Nasdaq-100-Futures können dagegen schon vorher und nachher stark beachtet werden.

Wenn wichtige Unternehmenszahlen, Inflationsdaten oder Zinsentscheidungen veröffentlicht werden, reagieren Futures oft sofort. Der eigentliche Aktien-Kassamarkt zeigt später, ob diese Bewegung von breiter Liquidität bestätigt wird.

Gerade bei US-Technologieaktien kann die Eröffnung sehr dynamisch sein. Deshalb achten viele Trader auf die erste Handelsstunde, Volumen, Eröffnungsgaps und die Reaktion auf vorbörsliche Futures-Bewegungen.

Kassamarkt und Orderarten

Am Kassamarkt können Anleger je nach Broker und Handelsplatz verschiedene Orderarten nutzen.

Typische Orderarten sind:

  • Market Order,
  • Limit Order,
  • Stop Order,
  • Stop-Limit Order.

Eine Market Order wird zum nächsten verfügbaren Preis ausgeführt. Das kann bei liquiden Aktien unproblematisch sein, bei marktengen Werten oder bewegten Phasen aber zu schlechteren Ausführungskursen führen.

Eine Limit Order gibt mehr Kontrolle. Sie legt fest, zu welchem maximalen Preis gekauft oder zu welchem minimalen Preis verkauft werden soll.

Gerade am Kassamarkt ist die Orderart wichtig, weil Spreads und Markttiefe die tatsächliche Ausführung beeinflussen können.

Typische Missverständnisse zum Kassamarkt

Ein häufiges Missverständnis lautet: Der Future zeigt immer exakt, wo der Kassamarkt stehen wird. Das stimmt nicht. Futures geben Hinweise, können aber vor der Kassaeröffnung über- oder untertreiben.

Ein zweites Missverständnis ist, dass der Index selbst gehandelt werde. In Wirklichkeit werden Aktien, ETFs, Futures, CFDs oder Zertifikate auf den Index gehandelt.

Ein drittes Missverständnis betrifft die Handelszeiten. Nur weil ein Broker ein Produkt fast rund um die Uhr anbietet, bedeutet das nicht, dass auch der zugrunde liegende Kassamarkt geöffnet ist.

Ein viertes Missverständnis betrifft die Sicherheit von Kursen außerhalb der Hauptsession. Vor- und nachbörsliche Kurse können nützlich sein, aber wegen geringerer Liquidität auch anfälliger für größere Spreads und schnelle Bewegungen sein.

Warum Kassamärkte trotzdem spannend sind

Der Kassamarkt ist für viele Anleger und Trader der Ort, an dem Marktmeinungen sichtbar werden. Hier treffen institutionelle Investoren, Privatanleger, Market Maker, Fonds, ETF-Anbieter und kurzfristige Trader aufeinander.

Gerade zur Eröffnung und zum Handelsschluss entstehen oft interessante Bewegungen. Nachrichten werden eingepreist, Orders werden ausgeführt, Positionen werden angepasst und technische Marken werden getestet.

Wer den Kassamarkt versteht, erkennt besser, warum bestimmte Kursbewegungen entstehen. Der Begriff klingt trocken, ist aber praktisch sehr wichtig: Er verbindet Börsenzeiten, Liquidität, Preisbildung, Orderbuch und Marktstruktur.

Praktische Einordnung für Trader und Anleger

Für langfristige Anleger ist der Kassamarkt wichtig, weil er bestimmt, zu welchen Kursen Aktien, ETFs oder Anleihen tatsächlich gehandelt werden können. Sie sollten vor allem auf Orderart, Handelsplatz, Spread und Liquidität achten.

Für Daytrader ist der Kassamarkt besonders relevant, weil viele kurzfristige Bewegungen während der Hauptsession entstehen. Eröffnungen, Schlussauktionen, Volumenspitzen und Reaktionen auf Nachrichten sind oft entscheidende Phasen.

Für Derivate-Trader ist der Vergleich zwischen Kassamarkt und Future wichtig. Futures können Vorläufer sein, aber auch Fehlsignale liefern. Besonders vor wichtigen Eröffnungen sollten Kassamarkt, Futures, Volumen und Nachrichten gemeinsam betrachtet werden.

Fazit

Der Kassamarkt ist der Markt für aktuelle Geschäfte in Aktien, ETFs, Anleihen, Devisen oder anderen Basiswerten. Er unterscheidet sich vom Terminmarkt, auf dem Futures, Optionen und andere Derivate mit späterem Erfüllungsbezug gehandelt werden.

Für Trader ist der Kassamarkt besonders wichtig, weil hier die tatsächliche Liquidität im Basiswert sichtbar wird. Futures können Hinweise geben, aber sie ersetzen nicht den Handel im zugrunde liegenden Kassamarkt.

Wer Börse besser verstehen möchte, sollte deshalb nicht nur auf Kurscharts schauen, sondern auch wissen, wann der jeweilige Kassamarkt geöffnet ist, wie liquide er ist und wie er sich vom Terminmarkt unterscheidet.

Der wichtigste Merksatz lautet:

Der Kassamarkt zeigt den aktuellen Handel im Basiswert. Der Terminmarkt zeigt Erwartungen, Absicherung und Spekulation auf künftige Preisentwicklungen. Beide Märkte hängen zusammen, sind aber nicht dasselbe.

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FAQ

Was ist der Kassamarkt?

Der Kassamarkt ist der Markt für aktuelle Kauf- und Verkaufsgeschäfte, bei denen Finanzinstrumente zeitnah geliefert und abgerechnet werden. Dazu gehören zum Beispiel Aktien, ETFs, Anleihen oder Spot-Devisen.

Was ist der Unterschied zwischen Kassamarkt und Terminmarkt?

Am Kassamarkt wird zum aktuellen Marktpreis gehandelt. Am Terminmarkt werden Verträge gehandelt, die sich auf einen späteren Zeitpunkt beziehen, etwa Futures oder Optionen.

Ist der Kassamarkt dasselbe wie der Spotmarkt?

In vielen Zusammenhängen ja. Der Begriff Spotmarkt wird besonders bei Devisen und Rohstoffen verwendet. Bei Aktien spricht man häufig vom Kassamarkt.

Was ist ein Kassakurs?

Der Kassakurs ist der aktuelle Kurs eines Instruments am Kassamarkt. Er unterscheidet sich vom Terminpreis eines Futures oder Forwards.

Warum können Futures vor dem Kassamarkt steigen oder fallen?

Futures können länger handeln und reagieren auf Nachrichten, Zinsen, Dividenden, Erwartungen und internationale Vorgaben. Deshalb können sie sich bewegen, obwohl der zugrunde liegende Kassamarkt geschlossen ist.

Wann ist der DAX-Kassamarkt geöffnet?

Der wichtigste Kassamarkt für DAX-Aktien ist Xetra. Der Xetra-Handel läuft regulär von 9:00 bis 17:30 Uhr deutscher Zeit.

Wann öffnet der US-Kassamarkt?

Die reguläre Hauptsession für große US-Aktien an NYSE und Nasdaq läuft von 9:30 bis 16:00 Uhr New Yorker Zeit. In Deutschland entspricht das meist 15:30 bis 22:00 Uhr.

Warum sind Kassamarktzeiten für Trader wichtig?

Während der Kassamarktzeiten ist die Liquidität im Basiswert meist höher. Eröffnung, Schlussphase, Volumen und echte Aktienumsätze können für kurzfristige Setups entscheidend sein.

Ist vorbörslicher Handel gleichwertig zum Kassamarkt?

Nicht unbedingt. Vorbörsliche und nachbörsliche Kurse können nützlich sein, haben aber oft weniger Liquidität, größere Spreads und höhere Schwankungen.

Kann man einen Index direkt am Kassamarkt kaufen?

Nein. Ein Index ist eine Berechnung. Anleger handeln die zugrunde liegenden Aktien oder Produkte auf den Index, etwa ETFs, Futures, CFDs, Optionen oder Zertifikate.